Studie zeigt: Kaum Feinstaubbelastung und Kohlenstoffdioxidwerte durch Feuerwerke

Österreichische Pyrotechniker durch anhaltende Veranstaltungsverbote massiv getroffen – Appell für sachliche, faktenbasierte Diskussion

Wien (OTS) - Das Gewerbe der österreichischen Pyrotechniker zählt mit zu jenen Branchen, die durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Veranstaltungsverbote am härtesten getroffen sind. „Unsere Betriebe sehen sich 2020 völlig unverschuldet mit einer existentiell bedrohlichen Situation und Umsatzverlusten von bis zu 99 Prozent konfrontiert. Jetzt kommt noch hinzu, dass der Branche einen Monat vor Silvester unsachlich und auf Basis falscher Annahmen und Informationen betreffen Feinstaubbelastung und Kohlendioxidwerte weiterer existenzieller Schaden zugefügt wird“, sagt Rudolf Jost, Branchensprecher im Fachverband der Freizeit- und Sportbetriebe, und fordert eine faktenbasierte Diskussion. Dass es durch Feuerwerke keine nennenswerte Umweltbelastung gibt, untermauert eine aktuelle Studie über Emissionen von Feuerwerken in Österreich.

„Die Studie zeigt, dass Groß- und Kleinfeuerwerke in Österreich nur in einem sehr geringen bzw. vernachlässigbaren Ausmaß Feinstaub und CO2-Emissionen verursachen. Bei Feinstaub beträgt der durch Feuerwerke verursachte Anteil im Vergleich zur Gesamtemission demnach 0,28 Prozent, bei Kohlenstoffdioxid nur 0,0001 Prozent“, unterstreicht Astrid Legner, Obfrau des Fachverbandes Freizeit- und Sportbetriebe in der WKÖ. Grundlage der neuen Daten ist ein Auszug der Studie des Verbands der pyrotechnischen Industrie in Deutschland (VPI), die vom Deutschen Umweltbundesamt bereits anerkannt wurde. In Österreich wurde die Studie vom österreichische Pyrotechnikhandel in Auftrag gegeben, mitfinanziert wurde sie von den Fachgruppen der Freizeit- und Sportbetriebe Wien, Niederösterreich und Vorarlberg sowie vom Fachverband des Chemischen Gewerbes.

Laut VPI sind Partikel aus Feuerwerk außerdem wasserlöslich bzw. wasseranziehend und verschwinden daher sehr schnell nach der Immission wieder aus der Luft bzw. lassen sich vom Körper leicht wieder entfernt, da sie überwiegend aus löslichen Salzen bestehen. Feinstaub durch Silvester-Feuerwerke tritt zudem nur einmalig und sehr kurzfristig für wenige Stunden am Neujahrsmorgen auf.

Wesentlich ist Branchensprecher Jost auch eine weitere Klarstellung: „Bei Berichten über schwere Verletzungen durch Böller wird immer wieder vergessen zu erwähnen, dass CE zertifizierte Pyrotechnik, die in Österreich zum Verkauf angeboten werden darf, hierfür nicht die Ursache ist, denn diese ist bei richtiger Handhabung nicht gefährlich. Die Gefahr kommt von illegal im Ausland erworbenen Produkten, die mit unserer Branche nichts zu tun haben. Unsere Feuerwerksbatterien bestehen aus Kartonagen, der Boden ist zumeist aus Sand oder selten aus Ton, wodurch auch kein Plastikmüll entsteht. Feuerwerkskörper nach EU Norm und mit CE Kennzeichnung sind lärmbeschränkt. Außerdem werden auch immer mehr Großfeuerwerke aus Rücksicht auf Haustiere speziell auf Lärmreduzierung abgestimmt.“

Die Ergebnisse der Studie finden Sie unter: https://bit.ly/2JzghwJ

Der Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen von 34 Berufsgruppen und rund 20.000 Betrieben. Diese leisten einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 Prozent des BIP. (PWK604/ES)

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