Ernst-Dziedzic/Schallmeiner: Blutspenden muss sicher und diskriminierungsfrei sein

Grüne: Heutiges Expert*innen-Hearing im Nationalrat wichtiger Schritt

Wien (OTS) - „Gesundheitsminister Rudi Anschober hat in den letzten Monaten mehrfach öffentlich klargestellt, dass ihm die Beendigung der Diskriminierung beim Blutspenden ein persönliches Anliegen ist und er sich dafür einsetzt, diese so rasch wie möglich umzusetzen“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Vize-Klubchefin der Grünen. Aktuell werden Männer, die innerhalb der letzten 12 Monate Sex mit Männern hatten, vom Blutspenden ausgeschlossen. Anschober hat eine Prüfung der betreffenden Verordnung und des Blutspende-Fragebogens in Auftrag gegeben. Auf Basis von Vorschlägen der Blutkommission und unter Einbindung von Expert*innen sei ein seriöser Diskussionsprozess im Gange. „Das heutige Expert*innen-Hearing im österreichischen Nationalrat ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum diskriminierungsfreien Blutspenden. Das Ziel ist nach wie vor die Beendigung der Diskriminierung von schwulen und bisexuellen Männern bis Ende des Jahres“, ergänzt Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen.

„Blut spenden heißt Leben retten, und was kann es Schöneres geben?“, sagt Schallmeiner. Niemand solle wegen seiner sexuellen Orientierung davon ausgeschlossen werden, das sei im Interesse der ganzen Gesellschaft. Neben Round Tables und Expert*innen-Runden habe das Gesundheitsministerium in den letzten Wochen auch Gespräche mit dem Roten Kreuz geführt, das für rund 94 Prozent aller Blutspenden in Österreich verantwortlich sei. Anschober habe außerdem die Blutkommission beauftragt, konkrete Vorschläge für eine Beendigung der Diskriminierung beim Blutspenden zu erarbeiten.

„Oberste Priorität ist und bleibt die Blutsicherheit. Diese darf aber nicht als Ausrede für Diskriminierungen verwendet werden“, sagen Schallmeiner und Ernst-Dziedzic unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004