• 29.11.2020, 13:30:32
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  • OTS0026

LH Mikl-Leitner zur „Sicheren Gesundheit im ländlichen Raum“

„Beste Gesundheitsversorgung für unsere Landsleute“

Utl.: „Beste Gesundheitsversorgung für unsere Landsleute“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Gesundheit ist eine der größten
Herausforderungen der Zukunft. Das Land Niederösterreich setzt daher
in diesem Bereich immer wieder Initiativen, zuletzt etwa das
Acht-Punkte-Programm für „Sichere Gesundheit im ländlichen Raum“.
„Wir wollen beste Gesundheitsversorgung für unsere Landsleute, und
das von der Geburt bis ins hohe Alter anbieten“, so Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner dazu am Sonntag in der Radiosendung
„Niederösterreich im Gespräch“.

„Was den stationären Bereich betrifft, haben wir uns bereits
zukunftsfit aufgestellt“, verwies die Landeshauptfrau auf die
Landesgesundheitsagentur, mit der die Kliniken und Pflegeheime unter
einem Dach gesteuert und geplant werden. Handlungsbedarf gebe es aber
im niedergelassenen Bereich in den ländlichen Regionen. „Denn dort
gibt es unbesetzte Stellen sowohl von praktischen Ärzten als auch
Fachärzten“, so Mikl-Leitner. Deshalb habe man an das
Gesundheitsministerium und die Österreichische Gesundheitskasse
„einen ganz klaren Forderungskatalog gestellt“.

Als wichtigste Forderung nannte die Landeshauptfrau, dass man so
rasch als möglich mehr Medizin-Studienplätze brauche. Es gebe zehn
Mal so viele Bewerberinnen und Bewerber wie Studienplätze, führte
Mikl-Leitner aus, dass man aber Ärzte für das Gesundheitssystem
brauche und sich zudem viele nicht ihren Traum vom Arzt-Werden
erfüllen könnten. Daher habe man die Karl Landsteiner
Privatuniversität gegründet, wo mittlerweile 460 junge Menschen
Humanmedizin studieren. „Das hilft! Aber das ersetzt sicherlich nicht
das Mehr an Studienplätzen, die wir brauchen!“

Weitere wichtige Forderungen und Initiativen des
Acht-Punkte-Programms sind eine Landarztquote bei den Studienplätzen,
Landarzt-Stipendien, eine Niederlassungs-Förderung als finanzieller
Anreiz, eine stärkere Fokussierung des Medizinstudiums auf die
„Allgemeinmedizin im ländlichen Raum“, die Sicherstellung der
Versorgung mit Kassenärzten, ein Länder-Fonds zur Verbesserung der
Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum und mehr Anreize für
Primärversorgungseinheiten.

Allgemeinmediziner Dr. Alireza Nouri aus Wiener Neudorf betonte aus
der Sicht der Praxis drei Punkte als sehr wichtig: „eine
niedergelassene Förderung, um Jungärzten unter die Arme zu greifen
und ihnen die Angst vor dem Risiko der Selbstständigkeit zu nehmen,
Sicherung des Berufes des selbstständigen Arztes und Aufwertung des
Arztes für Allgemeinmedizin als erster Ansprechpartner für die
Gesundheit und Zuschüsse und Anreize, wenn sich Ärzte niederlassen“.

Der Direktor für Medizin und Pflege der NÖ Landesgesundheitsagentur,
Dr. Markus Klamminger, sprach vom Acht-Punkte-Programm als „ganz
wichtigen Schritt, um die Grundversorgung aufrecht zu erhalten“. Man
sei in den Kliniken davon abhängig, dass die Grundversorgung durch
die Allgemeinmediziner vor Ort gewährleistet werde, weil man sonst in
den Ambulanzen und Spitälern von Erkrankungen, die auch im
niedergelassenen Bereich behandelt werden können, überschwemmt werde.

„Eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik muss jetzt und heute die
richtigen Entscheidungen treffen. Damit wir auch morgen eine
erstklassige Gesundheitsversorgung garantieren können. Egal ob in der
Stadt, oder am Land. Das gilt jetzt, in der Zeit der Pandemie, und
auch in der Zeit danach“, so Mikl-Leitner.

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