- 26.11.2020, 10:52:23
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FPÖ-Schuster: “Virusalarm in Bleibhausen“ – Krankes Spiel für gesunde Kinder
Sieger des Corona-Spiels wird, wer zuerst alle Bewohner „Bleibhausens“ angesteckt hat
Utl.: Sieger des Corona-Spiels wird, wer zuerst alle Bewohner
„Bleibhausens“ angesteckt hat =
St. Pölten (OTS) - “Virusalarm in Bleibhausen“ ist ein kostenlos
erhältliches, mit Wissenschafterinnen des IST Austria und des
Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie entwickeltes Spiel für
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Durch Nachspielen der
Ausbreitung eines fiktiven Virus in einer Stadt erfahren die
Spielenden, wie durch die Einschränkung von Kontakten Viren
eingedämmt werden können. „Gewonnen hat derjenige, der es als erster
schafft alle Bewohner des fiktiven Dorfes Bleibhausen mit dem Covid
Virus anzustecken. Das ist krank, zynisch und verschreckt
Jugendliche“, kritisierte die freiheitliche Familiensprecherin LAbg.
Vesna Schuster aus Niederösterreich.
„Umso erstaunlicher, dass Österreichs Schulen dieses Spiel im
Unterricht verwenden sollen. Dafür wird eine Doppelstunde empfohlen.
Da es keinen Unterrichtsgegenstand gibt, der ‚Wir spielen jetzt ein
zynisches Brettspiel‘ heißt, drängt sich die Frage auf, welche zwei
Unterrichtseinheiten für diesen Unsinn verplempert werden sollen“,
zeigte sich Schuster fassungslos. So seien doch durch die
Schulschließungen während des ersten und zweiten Lockdowns massive
Bildungslücken entstanden, die es jetzt gelte rasch zu schließen. Vor
allem Kinder von sozial schwächeren Familien und Kinder aus
bildungsschwachen Bevölkerungsschichten würden unter den Defiziten
beim Lernstoff der Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch
besonders leiden. „In dieser Situation wertvolle Unterrichtseinheiten
mit einem derart sinnlosen Spiel zu blockieren, halte ich für grob
fahrlässig“, betonte Schuster.
Anstatt Kinder zu Hygiene- und Abstandsmaßnahmen zu erziehen und
ihnen die Lage so sachlich und einfach wie möglich näherzubringen,
bewirkt dieses Spiel das genaue Gegenteil, zeigte Schuster auf. So
beinhalte das Spiel verstörende Aussagen wie, „Kontrolliert das
Gebäude. Befindet sich darin eine infizierte Person? Wenn ja, steckt
sie alle anderen Menschen im selben Gebäude mit dem NOSO-Virus an“.
„Das ist nicht nur inhaltlich Nonsens, sondern dient auch dazu
besonders bei jüngeren Kindern zusätzlich Ängste auszulösen“, warnte
Schuster.
„Es wäre weit sinnvoller ein Spiel zu spielen, in dem es um gesunde
Ernährung, Bewegung und Stärkung des Immunsystem geht, als ein Spiel
dessen Ziel es ist, so lange zu spielen bis alle krank sind“, sagte
Schuster, die eine Anfrage bezüglich dieses Spiels an die
Niederösterreichische Landeshauptfrau Mikl-Leitner eingebracht hat.
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