Taschner: Ethikunterricht fördert Auseinandersetzung mit unterschiedlichen philosophischen und kulturellen Werten

ÖVP-Bildungssprecher zum Ethikunterricht, der in den Regelunterricht übernommen wird

Wien (OTS) - Jeder Mensch ist irgendwie gläubig, und es gibt Glaubensweisen, bei denen sich eine Religionsgemeinschaft zusammenfindet. Hier muss eine Beziehung zum Staat hergestellt werden. Österreich ist ein religionsfreundlicher und zugleich religionsneutraler Staat. Aber den Religionen soll die richtige Referenz entgegengebracht werden. Deswegen wollen wir auch den Religionsunterricht beibehalten. Für jene, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, soll es den Ethikunterricht als Kompensation geben, sagte heute, Freitag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Mag. Dr. Rudolf Taschner anlässlich der Debatte zum Schulorganisationsgesetz und des Land- und Forstwirtschaftlichen Bundesschulgesetzes im Nationalrat.

Der Schulversuch "Ethikunterricht", der mehr als 20 Jahre erfolgreich durchgeführt wurde, wird nun in den Regelunterricht übernommen. Alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, sollen in Zukunft stattdessen am Pflichtgegenstand "Ethik" teilnehmen, erläutert Taschner.

Ethikunterricht müsse natürlich ein hohes Niveau besitzen. Es gehe dabei nicht darum, zeitgeistkonformes Verhalten zu predigen, sondern der Unterricht müsse "tiefer" gehen. Er wies darauf hin, dass der Ethikunterricht die wichtige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen philosophischen und kulturellen Werten fördere. Der Gegenstand leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler mit dem Ziel, diese zu verantwortungsbewussten Bürgern heranzubilden – wie das sonst auch der Religionsunterricht tue. Das sei auch bei der Ausbildung der Pädagogen gut mitberücksichtigt worden. "Wir können vertrauen, dass hier auf Augenhöhe mit dem Religionsunterricht unterrichtet wird", so Taschner abschließend. (Schluss)

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