KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0115: Tierschutz Austria & VGT: Gemeinsame Initiative gegen Gatterjagd im Burgenland

TSA und VGT starten gemeinsame Initiative für eine Volksabstimmung zur Beibehaltung des Gatterjagd-Verbots. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sind gefordert.

Korrektur zu OTS_20201118_OTS0115

Vösendorf (OTS) - Perverse Auswüchse der Jagd sollen im Burgenland weiter erlaubt bleiben: Eine Novelle des burgenländischen Jagdgesetzes soll das Verbot der Gatterjagd, welches bereits im Jahr 2017 beschlossen und eigentlich ab 2023 gelten sollte, jetzt wieder aufheben.

Für Tierschutz Austria (TSA) ist diese Vorgehensweise verfassungswidrig. Denn eine Gesetzesänderung in jene Richtung, die einen bereits errungenen Tierschutzstandard zurücksetzt, widerspricht klar dem seit 2013 in der Verfassung verankerten Staatsziel Tierschutz. TSA hat daher bereits innerhalb der Begutachtungsfrist eine Stellungnahme eingebracht. Ein Appell per Brief an den Tierschutzminister folgt in Kürze.

Die burgenländische Bevölkerung hat es in der Hand

Von der Ankündigung der burgenländischen Landesregierung anno 2017, das „modernste und innovativste Jaggesetz Österreichs“ sei beschlossen worden, ist jedenfalls nichts übriggeblieben. Ein trauriger Fakt, den die burgenländische Bevölkerung allerdings ändern kann. Tierschutz Austria setzt zusammen mit dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) jetzt einen weiteren Schritt im Kampf gegen die Gatterjagd: Gemeinsam fordern die beiden Vereine die burgenländische Bevölkerung auf, eine bindende Volksabstimmung gegen die Aufhebung des Gatterjagd-Verbots zu erwirken. Dafür werden, sobald das neue burgenländische Jagdgesetz in Kraft tritt, rasch eine große Menge an Unterschriften benötigt.

Gemeinsam gegen die grausame Gatterjagd

Die Unterstützerinnen und Unterstützter beider Vereine wurden bereits per Aussendung und Newsletter um rege Mithilfe gebeten. Zusätzlich wenden sich TSA und VGT jetzt an alle für den Landtag im Burgenland wahlberechtigen Bürgerinnen und Bürger und bitten sie, die Formulare zum Antrag auf Durchführung einer Volksabstimmung auszufüllen und per Post (Wiener Tierschutzverein, z.H. Verwaltung, Triester Str. 8, 2331 Vösendorf) oder E-Mail (office@tierschutz-austria.at) zu retournieren. Alle nötigen Formulare, die für diesen Antrag benötigt werden, finden hier sich zum Download.

Was ist die Gatterjagd?

Die Gatterjagd ist die Jagd auf Rothirsche, Damhirsche, Wildschweine und Mufflons in einem umzäunten Gelände, aus dem Tiere nicht entkommen können. Der Jagdgast zahlt bis zu 22.000 Euro für den Abschuss eines kapitalen Rothirschs mit großem Geweih, der extra mit Trophäen vergrößerndem Futter dafür gezüchtet wurde. Bei Treibjagden im Gatter werden sämtliche Tiere bis zu acht Stunden lang von Hunderudeln und Treiberkolonnen herum gehetzt und leiden nicht enden wollende Todesangst (Text: VGT).

„Diese perversen Auswüchse der Jagd haben in Österreich keinen Platz. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen, um diese grausame Praxis endlich zu verbieten. Die Burgenländerinnen und Burgenländer können jetzt zum Vorreiter für ganz Österreich werden und zeigen, dass sie dieses brutale, feuchtfröhliche Schauspiel zum Amüsement gut betuchter Freizeitjäger nicht länger dulden wollen. Bitte unterzeichnen Sie“, sagt Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic.

Ganz Österreich kann helfen

Helfen können aber auch alle anderen Österreicherinnen und Österreicher, selbst wenn sie nicht im Burgenland wahlberechtigt sind. „Sagen Sie es Ihren Verwandten, Freunden und Bekannten im Burgenland weiter, teilen Sie unsere Postings zu diesem Thema auf Facebook oder Instagram. Je mehr Personen von der Initiative erfahren, desto mehr Unterschriften schaffen wir“, so Petrovic.

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Mag. (FH) Oliver Bayer
Leitung Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

Tierschutz Austria
Die Stimme der Tiere. Seit 1846.
Triester Straße 8, 2331 Vösendorf
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