- 18.11.2020, 11:01:02
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Lockdown: Caritas mit umfangreicher Hilfe für Menschen in Not
Hilfsorganisationen hält Notdienste, Sozialberatung, Suppenbusse und "Ferncafes" während Lockdown für armutsbetroffene Menschen aufrecht und aktiviert wieder das "Plaudernetz"
Utl.: Hilfsorganisationen hält Notdienste, Sozialberatung,
Suppenbusse und "Ferncafes" während Lockdown für
armutsbetroffene Menschen aufrecht und aktiviert wieder das
"Plaudernetz" =
Wien (KAP) - Die Caritas bleibt trotz des bis 6. Dezember andauernden
harten Lockdowns für Menschen in Not erreichbar und hält ihre Dienste
aufrecht. Notdienste, Beratungen und Begleitungen, von denen Menschen
existenziell abhängig sind, werden weiterhin angeboten, wenn auch
teils in abgewandelter Form. So findet etwa die kostenlose Caritas
Lern- und Nachmittagsbetreuung für Kinder aktuell als "Ferncafé"
online statt, die Sozialberatung der Caritas bleiben online sowie per
Telefon erreichbar und auch die Lebensmittelausgabestellen der
Hilfsorganisation bleiben weiterhin geöffnet. Auch die Essens- und
Medizinbusse der Caritas sind weiterhin für Betroffene unterwegs.
Ziel sei es, einerseits Hilfe für Menschen in Not möglichst
umfangreich zu gewährleisten, andererseits die Mitarbeiter zu
schützen und die Maßnahmen der Bundesregierung zu unterstützen,
informiert etwa die Caritas Vorarlberg auf ihrer Website. So bleiben
Kriseninterventionsstellen, Wohngemeinschaften oder
Mutter-Kind-Häuser mit veränderten Strukturen offen.
"Plaudernetz" und Lebensmittelausgaben
Auch in Kärnten können Menschen, die die Corona-Krise "mit voller
Härte trifft", Rechnungen nicht mehr begleichen können oder ihren
Kühlschrank nicht mehr füllen, per Mail bei der Sozialberatung
([email protected]) oder im Foyer der
Caritas-Zentrale in Klagenfurt (Sandwirtgasse 2) kontaktlos um Hilfe
ansuchen. Weiters bietet die Hilfsorganisation eine Telefonberatung
an (Tel: 0463/55 5 60 15). Da wegen der Corona-Maßnahmen auch die
Caritas-Läden "carlas" geschlossen haben müssen, können über die
Sozialberatung in dringenden Fällen auch Kleiderpakete bezogen
werden.
Die Lebensmittelausgabe der Caritas, wie "LEA" in Klagenfurt, die
"Le+O" Lebensmittelausgabe in Wien oder die Sozialmärkte in
Niederösterreich versorgen hilfesuchende Menschen weiterhin kostenlos
mit Lebensmittelpaketen. Die Folgen der Corona-Pandemie wirkten sich
wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit auch auf die
Versorgungsmöglichkeiten von Betroffenen aus: "Es sind immer mehr
Menschen, die sich verzweifelt an unsere Sozialberatungsstellen und
Lebensmittelausgaben in Wien und Niederösterreich wenden. Sie alle
brauchen dringend Hilfe", mahnte die Caritas Wien etwa in einem
Facebook-Posting am Mittwoch. Betroffen seien auch Menschen, die
zuvor noch nie von Armut bedroht waren, wie ehemals Selbstständige.
Für obdachlose Menschen stellt die Caritas in den Diözesen
Tagesstätten, Wärmestuben und Nacht-Notschlafstelle Aufenthalt und
Betreuung zur Verfügung. Auch die mobilen Pflege-Dienste der
Hilfsorganisation können weiterhin in Anspruch genommen werden. Zudem
sind auch die mobilen medizinischen Not-Buse unterwegs, etwa das
"Help-Mobil" in Oberösterreich oder der "Louisebus" in Wien.
Die Caritas hatte während des ersten Lockdowns gemeinsam mit
"Magenta-T" ein neues Angebot - das "Plaudernetz" - entwickelt, das
nun auch im zweiten Lockdown wieder der Einsamkeit entgegenwirken
will. Die "Hotline gegen Einsamkeit" ist unter der Nummer 05/1776-100
täglich von 12 bis 20 Uhr erreichbar. Seit dem Start im März wurde
sie nach Caritas-Angaben mehr als 7.000 mal von Kontakt suchenden
Menschen gewählt, mehr als 2.500 Freiwillige sind bisher im
"Plaudernetz" engagiert.
Online-Spendenaktion
Da aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen zahlreiche
Charity-Veranstaltungen ausfallen, hat u.a. die Caritas der
Erzdiözese Wien ein virtuelles Punschtrinken für die
Obdachlosen-Notschlafstelle "Gruft" gestartet. Da durch den aktuellen
Lockdown der Punschstand für das Spendensammeln für die Gruft nicht
öffnen kann, ruft die Caritas dazu auf jene 4 Euro, die man für einen
Punsch bezahlt hätte, zu spenden; dafür erhält man ein
Punsch-Spezialrezept. Aktuell fehlt der Gruft laut Angaben der
Caritas Wien rund 30.000 Euro an Spendengeldern, die man unter
normalen Umständen u.a. durch den Punschstand eingenommen hätte.
(Infos: www.caritas.at)
((ende)) LIL/PWU
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