Erfolg für Tierschutzvolksbegehren: Land Tirol fördert Kälberaufzucht im Inland!

70 Prozent des Kalbfleischs aus dem Ausland, 50.000 exportierte Kälber jährlich, nächster Schritt: Verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln in Handel, Gastronomie & Großküchen

Wir freuen uns sehr, dass unsere Forderung in Tirol aufgegriffen wurde und die heimischen Landwirte nun eine konkrete Unterstützung für die Aufzucht der Kälber im Inland erhalten. Das reduziert hoffentlich die grausamen Kälberexporte. Das ist ein erster wichtiger Schritt, doch gleichzeitig müssen wir für Transparenz beim Essen sorgen, sonst verpufft der Effekt dieser Maßnahme. Daher appellieren wir erneut an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und ihre Freunde in der Wirtschaftskammer, ihre Blockade gegen eine verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln in Handel, Gastronomie und öffentlichen Küchen endlich aufzugeben. Tirol zeigt den Weg vor, nun sollte die Volkspartei auch auf Bundesebene nachziehen“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.
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Wien (OTS) - Über 70 Prozent des in Österreich konsumierten Kalbfleisches stammen aus dem Ausland, wo es unter größtenteils klar tierschutzwidrigen Bedingungen hergestellt wird. Gleichzeitig werden über 50.000 Kälber jedes Jahr exportiert, die Tiere werden mitunter im Alter von nur 14 Tagen in Transporten über tausende Kilometer transportiert. In Spanien oder Holland im Eiltempo auf Vollspaltenböden unter Einsatz von Palmöl gemästet. Das Fleisch wird dann wieder nach Österreich importiert und landet unerkannt auf den heimischen Tellern.

Die Tiroler Landesregierung hat nun auf Initiative der Grünen Tirol beschlossen, dass Landwirte künftig eine Prämie erhalten, wenn sie die Tiere nicht exportieren, sondern im Inland aufziehen. Zudem sind Tierwohl-Komponenten an die Prämie gebunden, etwa die Fütterung mit Vollmilch statt Milchaustauschfutter und ausreichend Zugang zu Raufutter. Bis zu 150 Euro pro Kalb erhalten die Landwirte. Ein erster guter Schritt, der auch maßgeblich auf den Druck des Tierschutzvolksbegehrens zurückzuführen ist.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Forderung in Tirol aufgegriffen wurde und die heimischen Landwirte nun eine konkrete Unterstützung für die Aufzucht der Kälber im Inland erhalten. Das reduziert hoffentlich die grausamen Kälberexporte. Das ist ein erster wichtiger Schritt, doch gleichzeitig müssen wir für Transparenz beim Essen sorgen, sonst verpufft der Effekt dieser Maßnahme. Daher appellieren wir erneut an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und ihre Freunde in der Wirtschaftskammer, ihre Blockade gegen eine verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln in Handel, Gastronomie und öffentlichen Küchen endlich aufzugeben. Tirol zeigt den Weg vor, nun sollte die Volkspartei auch auf Bundesebene nachziehen“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

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