- 13.11.2020, 13:15:59
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„Orientierung“: Razzien gegen Muslimbruderschaft – Verdacht wegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung
Außerdem am 15. November um 12.30 Uhr in ORF 2: Nach dem Terror – wie Deradikalisierung gelingen kann
Utl.: Außerdem am 15. November um 12.30 Uhr in ORF 2: Nach dem
Terror – wie Deradikalisierung gelingen kann =
Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin
„Orientierung“ am Sonntag, dem 15. November 2020, um 12.30 Uhr in ORF
2 folgende Beiträge:
Razzien gegen Muslimbruderschaft: Verdacht wegen Geldwäsche und
Terror-Finanzierung
Operation „Luxor“ – so nannte die Polizei jene Razzien, im Zuge derer
am vergangenen Montag u. a. rund 60 Hausdurchsuchungen durchgeführt
wurden. Betroffen davon war auch die „Gemeinnützige Privatstiftung
Anas Schakfeh“. Der Namensgeber, bekannt als ehemaliger Präsident der
Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), sieht sich zu
Unrecht Vorwürfen ausgesetzt. Bei ihm sei kein Geld gefunden worden,
er habe mit der Muslimbruderschaft „nichts zu tun“. Im Beirat der
Stiftung, die sich u .a. – wie es heißt – dem Dialog zwischen
Muslimen und Christen widmet, finden sich auch prominente Namen wie
jener des katholischen Publizisten Heinz Nußbaumer. Einen
„Generalverdacht gegen eine ganze Religionsgemeinschaft“ fürchtet er.
Der Jurist und Religionsrechtsexperte Imet Mehmedi rät indes der
IGGÖ, sich künftig stärker auf die Kontrolle und Schließung
integrationsfeindlicher und salafistischer Moscheen zu konzentrieren.
Bericht: Klaus Ther.
Geschichte der Muslimbrüder: Zwischen Islam und Politik
In Ägypten, wo die Muslimbruderschaft als konservative Reformbewegung
1928 entstanden ist, erlebten die Muslimbrüder eine wechselvolle
Geschichte. Auf Zeiten der Kooperation mit dem Staat folgten Perioden
schwerer Konflikte. Nach dem „Arabischen Frühling“ wurde der
Muslimbruder Mohammed Mursi 2012 Staatspräsident, im Jahr darauf aber
durch einen Militärputsch gestürzt. Derzeit ist die
Muslimbruderschaft vor allem in der Türkei und in Katar ungehindert
tätig. Auch in Europa hat sie Fuß gefasst. Während der gemäßigte
Zweig der Gewalt längst abgeschworen hat, setzen Gruppierungen wie
die Hamas weiter auf bewaffneten Kampf und Terror. Der
Islamwissenschafter Rüdiger Lohlker über eine islamistische
Organisation mit vielen Facetten und Geheimnissen. Bericht: Christian
Rathner.
Nach dem Terror: Wie Deradikalisierung gelingen kann
„Es ist absoluter Schwachsinn, dass irgendjemand den Wiener
Terroristen am Ende seiner Haftzeit als deradikalisiert bezeichnet
oder qualifiziert hätte. Das wurde frei erfunden“, sagt Moussa
Al-Hassan Diaw, Mitbegründer des Vereins DERAD, der sich der
Deradikalisierung von Menschen mit islamistischem, rechts- oder
linksextremistischem Gedankengut annimmt. Aber wie funktioniert die
Deradikalisierung? Die „Orientierung“ hat mit radikalisierten
Österreichern, muslimischen Gefängnisseelsorgern und
Justizanstaltsleitern gesprochen. Bericht: Zoran Dobrić.
Die „NS-Tötungsanstalt“ Hartheim: Die Geschichte von Maria Kowatsch
In Schloss Hartheim bei Linz wurden in der NS-Zeit rund 30.000
Menschen mit Behinderungen ermordet. Es waren Menschen, die
körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt waren – „unwertes
Leben“ in der NS-Diktion. Maria Kowatsch war eine der Ermordeten.
„Orientierung“-Redakteur Klaus Ther hat sich auf die Suche nach
Spuren seiner Urgroßmutter gemacht.
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