Corona als Beschleuniger für einen Wandel in der Arbeitswelt

Der respACT-Unternehmertreff Niederösterreich über Verantwortung, Vertrauen und Zusammenhalt in Krisenzeiten

  • Kann ein Geschäftsführer in Homeoffice gehen?”
    Herbert Schlossnikl, respACT-Vizepräsident und Landeskoordinator für Niederösterreich sowie Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH
    1/6
  • Ja, ich trage die Verantwortung für viele MitarbeiterInnen, bin sehr vernetzt und will niemanden gefährden.
    Herbert Schlossnikl, respACT-Vizepräsident und Landeskoordinator für Niederösterreich sowie Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH
    2/6
  • Wir waren schon vor dem Lockdown gut aufgestellt. Wir hatten das Equipment, ein gutes Vertrauensverhältnis auf allen Ebenen und es hat auf Anhieb funktioniert”
    Herbert Schlossnikl, respACT-Vizepräsident und Landeskoordinator für Niederösterreich sowie Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH
    3/6
  • Diesen Gewinn gilt es jetzt nachhaltig zu nutzen.
    Michael Bartz, Professor am Institut für International Business an der IMC FH Krems
    4/6
  • das wahrscheinlich nachhaltigste Kommunikationshaus in Europa”
    Reinhard Herok, vom Masterstudiengang Green Marketing an der Fachhochschule Wiener Neustadt - Campus Wieselburg
    5/6
  • Bis März will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die neue Arbeitswelt bekannt geben.
    Reinhard Herok, vom Masterstudiengang Green Marketing an der Fachhochschule Wiener Neustadt - Campus Wieselburg
    6/6

Wieselburg (OTS) - Wir durchleben eine beispiellose globale Gesundheitskrise, deren Folgen für Wirtschaft und Unternehmen auf allen Ebenen zu spüren sind. COVID-19 stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Social Distancing ist plötzlich angesagt und der Arbeitsplatz zu Hause. Vor der Pandemie hatten erst 18 Prozent der österreichischen Unternehmen auf Telearbeitsplätze umgestellt. Für alle anderen bedeutet das: große Investitionen und viele offene arbeitsrechtliche Fragen. Die Themen Vertrauen und Unternehmenskultur spielen in der neuen Arbeitswelt eine zentrale Rolle.

respACT – Österreichs führende Unternehmensplattform für nachhaltiges Wirtschaften und die Fachhochschule Wiener Neustadt haben ExpertInnen zur Diskussion über dieses aktuelle Thema in den Campus Wieselburg geladen.

Für Herbert Schlossnikl, respACT-Vizepräsident und Landeskoordinator für Niederösterreich sowie Geschäftsführer der Vöslauer Mineralwasser GmbH, stellte sich zu Beginn des Lockdowns die Frage: „Kann ein Geschäftsführer in Homeoffice gehen? Seine Antwort dazu fiel eindeutig positiv aus: „Ja, ich trage die Verantwortung für viele MitarbeiterInnen, bin sehr vernetzt und will niemanden gefährden.“ Vertrauen, als Schlüsselthema bei Vöslauer, habe den gesamten Dialog zwischen Geschäftsleitung, Mitarbeitenden in der Verwaltung und Produktion begleitet. „Wir waren schon vor dem Lockdown gut aufgestellt. Wir hatten das Equipment, ein gutes Vertrauensverhältnis auf allen Ebenen und es hat auf Anhieb funktioniert”, betont Schlossnikl. Bereits vor dem Lockdown hat das Unternehmen die Mitarbeiter-App VÖSLAURA gelauncht, die 175 von den 200 MitarbeiterInnen gerne nutzen, um direkte soziale Kontakte mit Kollegen und Führungskräften aufrecht zu erhalten. Im September hat der Public Relations Verband Austria PRVA diese vorbildhafte Initiative zur Förderung der internen Kommunikation auch mit der Silbernen Feder in der Kategorie „Digital” ausgezeichnet

In seiner Keynote hat Michael Bartz, Professor am Institut für International Business an der IMC FH Krems, den hohen Know-How-Gewinn in Unternehmen angesprochen. Erstens, die Kommunikation in Betrieben auf Distanz betreffend, zum Beispiel über Zoom, MS-Teams oder Skype, und zweitens in Bezug auf die Führung auf Distanz: „Diesen Gewinn gilt es jetzt nachhaltig zu nutzen.“ Der langjährige Industriemanager bei Philips, Capgemini und Microsoft forscht seit 11 Jahren zum Thema mobiles Arbeiten - mit den Schwerpunkten wirksame Spielregeln für mobil-flexibles Arbeiten und Erfolgsmessung für „New World of Work“ Transformationen.

Andrea Dietl, Expertin für CSR und Nachhaltigkeit des Netzwerks #lernenausderkrise, stellte die SDGs als große Qualitätsoffensive für Unternehmen heraus, die mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen einen Kompass für Innovationen an der Hand hätten. Das Projekt #lernenausderkrise ist eine Corona Deep Dive Learning Initiative für die österreichische Wirtschaft, die mit Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen neue Erkenntnisse für die Unternehmensführung der Zukunft schafft.

Als Akademieleiterin der gugler* SinnBildung hat Doris Raßhofer die in der Pandemie ruhende Innovationskraft hervorgehoben, die nicht nur Produktionsabläufe, sondern auch traditionelle Rollenverständnisse in der Arbeitswelt hinterfragt. Die Gugler GmbH ist, wie Moderator Reinhard Herok sagt, „das wahrscheinlich nachhaltigste Kommunikationshaus in Europa”, denn seine Druckerei hat als erste weltweit den Kreislaufgedanken in die Praxis umgesetzt. Alle Materialien werden als Nährstoffe gesehen, die in permanenten Kreisläufen zirkulieren, sodass kein Müll entsteht und Ressourcen geschont werden. Für Raßhofer spielt die Selbstführungskompetenz der MitarbeiterInnen in der Krise eine verstärkte Rolle. Denn wenn diese die Vision des Unternehmens und ihren eigenen Beitrag am großen Ganzen kennen, haben sie einen intrinsischen Kompass über ihre Aufgaben und Verantwortungen, auch im Remote-Modus, jenseits der Kontrolle.

Reinhard Herok, vom Masterstudiengang Green Marketing an der Fachhochschule Wiener Neustadt - Campus Wieselburg, moderierte fachkundig die Diskussion und informierte: „Bis März will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die neue Arbeitswelt bekannt geben.“

Der Unternehmertreff Niederösterreich 2020 richtete sich an alle Unternehmen aus der Region, um sie auf die digitale Transformation vorzubereiten. Die Veranstaltung hat einen Überblick gegeben, wie die digitale Arbeitswelt von morgen sozial und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann.

Über die Veranstaltung

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität Innovation und Technologie wurde diese Veranstaltung in Kooperation mit dem niederösterreichischen CSR-Initiativkreis konzipiert, der vom Verein respACT – austrian business council for sustainable development ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, der Wirtschaftskammer Niederösterreich und der Industriellenvereinigung Niederösterreich sowie einem erweiterten Kreis an universitären Einrichtungen (Fachhochschule Wiener Neustadt - Campus Wieselburg, IMC Fachhochschule Krems) setzt sich respACT für verantwortungsvolles Wirtschaften in Niederösterreich ein.

Über respACT

respACT – austrian business council for sustainable development ist Österreichs führende Unternehmensplattform zu Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltiger Entwicklung. Der Verein unterstützt seine zurzeit rund 300 Mitgliedsunternehmen dabei, ökologische und soziale Ziele ökonomisch und eigenverantwortlich zu erreichen. www.respact.at

Gefördert vom

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität Innovation und Technologie

Rückfragen & Kontakt:

respACT - austrian business council for sustainable development
Mag. Dr. Andrea KARNER, MA
Projektmanagement CSR-Tag und Kommunikation
+43 1 7101077-13
kommunikation@respact.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ACT0001