ÖGB-Reischl: „Maßnahmen für den Arbeitsmarkt können nicht so lange warten, bis es einen Impfstoff gibt“

Es braucht neue Jobs und Arbeitsstiftungen, die diese Bezeichnung auch verdienen

Wien (OTS) - 500.000 Arbeitslose wurden gestern noch für dieses Jahr prognostiziert und „die Bundesregierung setzt immer noch keine konkreten Schritte zur Schaffung neuer Jobs“, ist Ingrid Reischl, Leitende ÖGB-Sekretärin, verärgert über die laschen Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Österreich. „Es brennt, aber beim Löschen geht der Feuerwehr das Wasser aus – so kommt mir das bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vor.“ Die „größte Joboffensive“, von der Arbeitsministerin Aschbacher spricht, ist keine Stiftung, darauf habe der ÖGB schon mehrmals hingewiesen. „In dieser dramatischen Lage am Arbeitsmarkt braucht es rasch konkrete Maßnahmen wie Arbeitsstiftungen, die diese Bezeichnung verdienen, und keine Umschichtungen von AMS-Mitteln“, fordert Reischl wiederholt.

Arbeitslose einfach umzuschulen oder umqualifizieren, wie Aschbacher meint, reicht in der jetzigen Situation schon lange nicht mehr. „Das geht sich bei der geringen Anzahl an offenen Jobs nicht aus.“ Da helfe es auch nichts, von einem Lichtblick zu sprechen oder davon, dass es nach oben gehe, weil ein österreichisches Unternehmen einen Impfstoff mitentwickelt. „Das ist natürlich eine gute Nachricht, aber wir wissen alle, dass es Monate dauern wird, bis ein Impfstoff zugelassen werden kann. Mit Maßnahmen für den Arbeitsmarkt können wir nicht so lange warten!“, betont Reischl.

Der ÖGB habe schon vor Monaten ein Programm zur Senkung der Arbeitslosigkeit vorgelegt. „Mit Investitionen in den Wohnbau, speziellen Beschäftigungsprogrammen für Junge, Ältere und Frauen oder zusätzlichen 500 Stellen für das Arbeitsmarktservice können hier innerhalb eines Jahres 150.000 Menschen in Beschäftigung kommen“, sagt Reischl abschließend.

Das gesamte Programm "Kampf gegen Arbeitslosigkeit: https://bit.ly/35efvx1

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Mag.a Barbara Kasper
Tel.: 0664 6145221

barbara.kasper@oegb.at
www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002