NEOS zu Budgethearing: NEOS-Erfolg für afrikanische Provenienzforschung

Henrike Brandstötter: „Auf NEOS-Initiative hin, gibt die Kultur-Staatssekretärin Geld für die Provenienzforschung von afrikanischen Kulturgütern frei.“

Wien (OTS) - Als großen Schritt für die Aufarbeitung der Geschichte vieler der fast 46.000 Objekte afrikanischer Provenienz in Österreichischen Museen begrüßt NEOS-Sprecherin für Afrika, Henrike Brandstötter, die heutigen Aussagen von Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer im Budget-Ausschuss, dass für das Jahr 2021 insgesamt 160.000 Euro für die Forschung freigegeben werden. Nachdem Brandstötter per Anfrage die enorme Zahl der fraglichen Objekte erheben konnte, sei dies der nächste wichtige Schritt zur Aufarbeitung der Provenienz der Objekte. „Österreich muss aufarbeiten, welche Objekte in den nationalen Museen ausgestellt werden, die möglicherweise Raubkunst sind. Wir haben hier mit Anträgen und Anfragen Druck gemacht, dass die Restitution von Kulturgütern problematischer oder ungeklärter Provenienz autorisiert werden muss. Das Budget zur Provenienzforschung ist dafür der erste wichtige Schritt. Ich bin froh, dass die Bundesregierung hier offenbar ein Problembewusstsein hat und ihren Beitrag leisten möchte - es wäre höchst an der Zeit.“
In vielen afrikanischen Staaten ist nämlich ein beträchtlicher Teil der sozialen und wirtschaftlichen Probleme der ethnischen Teilung der Bevölkerung geschuldet. Darüber hinaus hat eine Milliarde Menschen in Afrika keinen Zugang zu ihrem kulturellen Erbe. Restitution von Kulturgütern, zusammen mit der Unterstützung bei der Ausbildung von Museumspersonal, der Entwicklung von Ausstellungsräumen sowie der Erarbeitung von Tourismuskonzepten, würde zur Identitätsstiftung und damit zum sozialen Zusammenhalt beitragen, und so einen wichtigen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung leisten. „Wer keinen Zugang zu seiner Vergangenheit und zu seinem kulturellen Erbe hat, kann auch kein Bild von seiner Zukunft entwickeln. Deshalb ist dieser erste Schritt nun so wichtig“, so Brandstötter abschließend.

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