FPÖ Gedenkkundgebung zum 9. November in Wels ist scheinheilig und zynisch

Jüdische österreichische Hochschüler*innen (JöH) kritisieren Vereinnahmung des Gedenkens durch FPÖ, die selbst ein Antisemitismusproblem hat

Wien (OTS) - Der 9.November ist für uns alle ein Tag der Trauer und der Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938. Im deutschen Reich brannten Synagogen und jüdische Geschäfte. Wohnungen wurden verwüstet und zerstört. Juden und Jüdinnen wurden verletzt, in Konzentrationslager deportiert und ermordet.

Auf der ganzen Welt finden an diesem Tag Gedenkveranstaltungen statt, allesamt unter dem Motto “Niemals wieder!”. Eine sticht jedoch durch ihre Absurdität heraus: Die Welser “Gedenkkundgebung”, organisiert von FPÖ Bürgermeister Dr.Andreas Rabl, ein Vertreter jener Partei, deren politische Steckenpferde Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung sind.

„Die offenkundig rassistische und antisemitische FPÖ instrumentalisiert bei ihrem scheinheiligen Gedenken die Ereignisse unserer Geschichte, um ihr rechtsradikales Gesicht zu verstecken”, erklärt Sashi Turkov, Co-Präsidentin der JöH.

Die „Einzelfälle“ von FPÖ Politiker*innen häufen sich mit jedem Jahr weiter. Menschenverachtende Sprache, Migrant*innen-feindliche Gedichte und Posts, Mitgliedschaften in antisemitische Burschenschaften und Organisationen - all das lässt sich nicht unter den Teppich kehren.

„Bevor man öffentlich so tut als würde man den Grauenstaten des Nationalsozialismus gedenken, sollte sich die FPÖ lieber um ihren eigenen Antisemitismus kümmern“, fordert Co-Präsidentin Lara Guttmann.

Die FPÖ nutzt jede Gelegenheit um zu spalten und Hass zu verbreiten, anstatt den Zusammenhalt zu stärken. Die jüdischen österreichischen Hochschüler*innen fordern deshalb, dass die FPÖ keine Pseudo-Gedenken für die Verbrechen der Nationalsozialisten veranstaltet, solange die Partei nicht das geringste getan hat, um ihren offenkundigen und latenten Antisemitismus in den eigenen Reihen aufzuarbeiten.

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