Gänse aus Stopfmast & Lebendrupf: Was bei uns nicht erzeugt werden darf, sollte bei uns auch nicht verkauft werden dürfen

Martini zeigt: Verkaufsverbot und Lebensmittelkennzeichnung sind Gebot der Stunde, Ministerin Köstinger muss sich endlich zu Bauern & Tierwohl deklarieren

Wien (OTS) - Der Martinstag am kommenden Mittwoch wird traditionell mit dem Konsum von Gänsen begangen. Rund 250.000 Gänse werden alleine rund um den 11. November jährlich konsumiert, circa 200.000 davon stammen aus dem Ausland. Vorwiegend aus Ungarn, Polen und Rumänien, wo die Tiere für die Daunengewinnung lebendig gerupft werden und die grausame Prozedur der Stopfmast über sich ergehen lassen müssen. In Österreich ist das bereits verboten, dennoch landet die Tierqual ungebremst auf den Tellern. Unerkannt.

Denn Wirtschaftskammer und Ministerin Elisabeth Köstinger blockieren die Umsetzung der verpflichtenden Kennzeichnung von Lebensmitteln. Doch nur mit echter Transparenz können Menschen in Österreich sich gegen Lebensmittel entscheiden, deren Herstellung in Österreich bereits verboten ist. Sebastian Bohrn Mena, Initiator des unabhängigen Tierschutzvolksbegehrens, fordert daher auch ein Verbot des In-Verkehr-Bringens von Erzeugnissen, die in Österreich nicht hergestellt werden dürfen:

Es ist doch völlig absurd, dass wir unseren Landwirten aus gutem Grund verbieten Tiere systematisch zu quälen, dann aber zulassen, dass hunderttausende gequälte Tiere auf heimischen Tellern landen. Der Hausverstand sagt einem: Was in der Herstellung bei uns nicht erlaubt ist, sollte auch bei uns nicht verkauft werden dürfen. Der Fall der Gänse zeigt, wie dringend notwendig eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln auch in der Gastronomie wäre. Denn wie soll man sich für Regionalität und Tierwohl entscheiden, wenn man beim Essen angelogen wird? Landwirtschaftsministerin Köstinger muss sich jetzt deklarieren: Setzt sie sich gegen ihre Parteifreunde in der Wirtschaftskammer durch und stellt sich auf die Seite unserer Bauern und des Tierwohls? Oder schaut sie weiter zu und schützt damit jene, die sich auf dem Rücken der Ärmsten und Schwächsten bereichern? Wegschauen geht nicht mehr, die Bevölkerung hat die Massentierhaltung endgültig satt und verlangt jetzt nach Veränderung. Die Politik ist gefordert endlich zu handeln!“ so Bohrn Mena.

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