Ernst-Dziedzic: Überraschende Wendung im Fall der iranischen Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh

Grüne: Internationale Solidarität zeigt Wirkung

Wien (OTS) - „Heute Nacht wurde bekannt, dass die Sacharow-Preisträgerin, die zuletzt auch mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, vorübergehend aus der Haft des berüchtigten Evin-Foltergefängnisses in Teheran entlassen wurde. Das ist beruhigend und ein kleiner Erfolg jener, die seit Langem dafür kämpfen“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin für Außenpolitik und Menschenrechte der Grünen. Grund dafür sei ihr gesundheitlicher Zustand: Sotoudeh hatte sich, von ihrem mehrere Wochen andauernden Hungerstreiks kaum mehr erholt. Mehrere Male wurde Sie mit Herzproblemen ins Krankenhaus befördert. Nun wurde Sie zur Erholung und medizinischen Behandlung vorübergehend in die Obhut ihrer Familie entlassen.

„Wir müssen nun alles daran setzen, dass Nasrin Sotoudehs Hafturlaub zum Dauerzustand wird“, sagt Ernst-Dziedzic in einer ersten Stellungnahme. In einem ersten Statement schreibt Sotoudeh von ihrem offiziellen Facebook-Account, dass sie jeden Tag, den sie außerhalb des Gefängnisses verbringt, darauf wartet, dass alle politischen Gefangenen freigelassen werden. Sotoudeh bedankt sich für die internationale Solidarität: „It is because of your love and support that political prisoners can endure prison.“

„Die iranische Botschaft in Wien hat mich um einen Termin ersucht. Für mich sind Menschenrechte unteilbar. Ich werde nichts unversucht lassen, um auf die Freilassung von Nasrin Sotoudeh, sowie der anderen politischen Gefangenen zu pochen“, sagt Ernst-Dziedzic. Auch den Fall des iranisch-österreichische Doppelstaatsbürger Dr. Massud Mossaheb, der seit Jänner 2019 in iranischer Gefangenschaft verharrt, will Ernst-Dziedzic weiter thematisieren. „Wir müssen weiterhin der Stachel im Fleisch des iranischen Regimes sein und die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen aufzeigen. Die Internationale Gemeinschaft darf nicht dulden, dass der Iran unbeobachtet menschliche Existenzen zerstört“, sagt Ernst-Dziedzic abschließend.

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