Vorschläge zur neuen UG Novelle gehen in die falsche Richtung

ÖH Uni Graz kritisiert die gestern an die Medien gedrungenen Punkte zur Novellierung des Universitätsgesetzes (UG) und verweist auf das Alternativkonzept der ÖH Bundesvertretung.

Graz (OTS) - Wenn es nach dem BMBWF geht, sollen Studierende in Zukunft eine Mindeststudienleistung von 16 ECTS pro Studienjahr erbracht werden, sonst erschlischt ihre Zulassung. So will das Ministerium eine bessere Studierbarkeit fördern. Die ÖH Uni Graz sieht diesen Zugang sehr kritisch: “Diese Regelung geht absolut an der Intention vorbei, dieses Ziel zu erreichen oder gar einen besseren Studienfortschritt gewährleisten”, so Viktoria Wimmer, Vorsitzende der ÖH Uni Graz. Sie ergänzt: “Dieser Vorschlag sorgt höchstens dafür, dass man aus dem Studium gedrängt wird”

ÖH Bundesvertretung hat Alternativkonzept vorgelegt

“Im Sinne der ECTS Gerechtigkeit ist eine mögliche Exmatrikulation eine zu drastische Maßnahme. Die Studierenden müssen ihr Studium mit Berufstätigkeit, Betreuungspflichten, psychischer Kondition und sozialer Absicherung vereinbaren können”, fügt Jan Stering, erster stellvertretender Vorsitzender der ÖH Uni Graz hinzu und verweist auf das Alternativkonzept der ÖH Bundesvertretung: Wenn es nach dieser geht, soll im Sinne einer Förderung und Unterstützung eine Beratungsstelle eingerichtet werden, die Beratungs-, Evaluierungs- und Reflexionsgespräche anbietet, um Studierende in schwierigen Lagen zu unterstützen. Diese Gespräche sollen von Teams bestehend aus Lehrenden und Studienvertreter*innen geführt werden, die so gemeinsam einen bestmöglichen Erfahrungsschatz aus fachlicher Qualifikation und Erfahrung im Studienalltag anbieten können.

Das Universitätsgesetz gemeinsam besser machen

““Wir freuen uns, dass die Beurlaubung zum Studium wesentlich erleichtert wird, dies stellt einen wichtigen Vorteil für berufstätige Studierende und Studierende die sich in einer akuten Lebenskrise befinden und so ihren Studienalltag vorrübergehend nicht bewältigen können, dar.”, führt Immanuel Azodanloo, zweiter stellvertretender Vorsitzender, aus. Die ÖH Uni Graz gibt sich gesprächsbereit und hofft auf positive Impulse von Seiten des Ministeriums: “Auch wir wünschen uns eine bessere Studierbarkeit und die größtmögliche Freiheit im Studium. Das Alternativkonzept der Bundesvertretung bietet hier einige sehr gute Vorschläge und auch wir werden die kommende Begutachtungsfrist nutzen, um unsere Inputs zu geben”, so das Vorsitzteam abschließend unisono.

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Viktoria Wimmer
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