KAICIID und UNO-Allianz der Zivilisationen (UNAOC) bekräftigen Zusammenarbeit

Am 27. Oktober unterzeichneten KAICIID und UNAOC Absichtserklärung: Zusammenarbeit zur Förderung des Dialogs wird gefestigt und um 4 Jahre verlängert

Wien (OTS) - Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) und die Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen (UNAOC) haben sich mittels Absichterserklärung darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, das große Potenzial von religiösen Organisationen, jungen Menschen, Frauen und Medien zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zu verstärken. Im Speziellen gilt dies für Gesellschaften, die von identitätsbasierten Konflikten gekennzeichnet sind.

Das "Memorandum of Understanding" wurde von KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar und dem Hohen Vertreter der UNAOC, Miguel Ángel Moratinos, unterzeichnet.

Die beiden Organisationen bekräftigen damit, dass sie ihr Fachwissen in den Bereichen Ausbildung und Ressourcenentwicklung weiter bündeln werden, um Online-Kurse zur Förderung friedlicher und integrativer Gesellschaften durch interreligiösen und interkulturellen Dialog zu schaffen.

Auch im Rahmen der beiden „Fellows Programme“, die von KAICIID und UNAOC jeweils angeboten werden, wird die Zusammenarbeit bekräftigt. Hunderte junge Menschen aus aller Welt schließen diese Ausbildungsprogramme jährlich ab und werden dadurch zu FriedensarbeiterInnen in ihrer Heimat.

Faisal Bin Muaammar, Generalsekretär von KAICIID:

„COVID-19 bedroht jeden Aspekt des menschlichen Fortschritts, von Gesundheit, über Wohlstand und Wirtschaft bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter und den Chancen für junge Menschen. Unsere Fähigkeit zusammenzuleben ist erneut gefährdet. Ich hoffe, dass die vertiefte Zusammenarbeit zwischen UNAOC und KAICIID dazu beitragen wird, die globalen Partnerschaften im Rahmen der "Agenda 2030" zu stärken. Die gemeinsamen Werte der Menschenwürde, Toleranz und des Respekts sollen besonders hervorgehoben werden, da sie Grundlage aller Religionen der Welt sind.“

Der Hohe Vertreter der UNAOC, Miguel Ángel Moratinos:

„Die Krise hat die tief verwurzelten sozialen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, die unsere Gesellschaften seit langem prägen, noch verstärkt. Es ist an der Zeit, den Kurs zu ändern und unser Handeln wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wir brauchen einen Ansatz, der von Einheit, Mitgefühl und Solidarität geprägt ist. UNAOC freut sich auf die Fortsetzung ihrer produktiven Zusammenarbeit mit dem Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, der nach wie vor absolut notwendig ist.“

Die Zusammenarbeit findet im Rahmen der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“) statt und unterstützt weiters die Umsetzung des UNO-Aktionsplans zum Schutz religiöser Stätten, der von UNAOC entwickelt und von UNO-Generalsekretär António Guterres am 12. September 2019 vorgestellt wurde.

Der Aktionsplan enthält konkrete Empfehlungen zur Unterstützung der Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen, dafür zu sorgen, dass religiöse Stätten sicher sind, dass die Gläubigen ihr Gebet in Frieden vollziehen können und dass die Werte des Mitgefühls und der Toleranz weltweit gefördert werden.

KAICIID und UNAOC unterzeichneten bereits im Jahr 2017 ihre erste Absichtserklärung. Seither arbeiten sie bei vielen Initiativen zusammen, die den Frieden durch die Förderung interreligiösen und interkulturellen Dialogs stärken sollen.

Im Oktober 2020 organisierten KAICIID und UNAOC gemeinsam mit weiteren Partnerorganisationen das siebte "G20 Interfaith Forum". Dieses sammelte Empfehlungen von hunderten religiösen Organisationen in der arabischen Region, in Asien, Afrika, Amerika und Europa zu Themen wie COVID-19, Ungleichheit und Rassismus, Klimawandel und die Bewahrung heiliger Stätten.

Diese Empfehlungen werden den Staats- und Regierungschefs der Welt auf dem G20-Gipfel im November 2020 vorgelegt. Die Einbeziehung religiöser Perspektiven in die internationale und transnationale Entwicklungsagenda ist für beide Institutionen eine gemeinsame Priorität.

Im Oktober 2019 trat KAICIID der "Group of Friends" der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen bei. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft von Ländern und internationalen Organisationen, die sich aktiv für die Ziele und die Arbeit der UNAOC auf globaler, regionaler und lokaler Ebene sowie weltweit einsetzt.

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