Studieren - Höher, Schneller oder Rauswurf

Bildungssystem - Mit Höchstgeschwindigkeit gegen die Wand

Wien (OTS) - Die laut APA vorgesehenen Änderungen im Universitätsgesetz schaffen weitere Hindernisse für Studierende und gehen an den Interessen dieser, der Universitäten und der Gesellschaft vorbei.

Jeden Tag kämpfen Studierende darum trotz aller Widrigkeiten ihr Studium voranzutreiben. Sie überwinden für jeden kostbaren ECTS-Punkt Hürde um Hürde, denen das Ministerium mittels Verbindlichkeit und Kontrolle weitere hinzufügt.

Die kontraproduktive 16 ECTS-Grenze stellt Studierende vor massive Probleme; potentiell erfolgreiche Absolvent_innen werden ihrer Zukunftschancen beraubt.

Studierende verlieren ungerechtfertigt bereits getätigten Fortschritt und werden zum kompletten Neustart gezwungen. Die Gesellschaft braucht mehr Absolvent_innen denn je, insbesondere im MINT Bereich, lässt jedoch gerade diese mit dieser Gesetzesnovelle im Stich.

Es trifft gerade jene, die bereits viel für die Gesellschaft leisten, die Betreuungspflichten haben oder arbeiten müssen. Vor allem Frauen, deren Repräsentation im MINT Bereich gestärkt werden soll, sind von Betreuungspflichten betroffen und werden so aktiv in ihrer Karriere behindert. Den 65% der Studierenden, die erwerbstätig sind, hilft man hier nicht sondern wirft ihnen weitere Steine in den Weg.

"Bildung und Wissenschaft müssen endlich wertgeschätzt werden. Studierende müssen die Mittel und Werkzeuge erhalten ihr Studium erfolgreich voranzubringen.", verlangt Lukas Wurth vom Referat für Bildung und Politik der HTU Wien.

Anstatt Studierende in Krisenzeiten zu entlasten und sie durch notwendige Verbesserungen der Lehre im Wissenserwerb zu unterstützen schnürt die Regierung das Korsett des österreichischen Bildungssystems ein Stück enger. "Schaffen Sie mehr Möglichkeiten, nicht jeder Studierende heißt Houdini und kann sich aus Ihren Fesseln befreien.", so Doris Havlik vom Vorsitzteam der HTU Wien an Bundesminister Faßmann.

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