GRAS: Studierendenrechte werden mit Füßen getreten

Die Grünen und Alternativen Student_innen zeigen sich entsetzt nach Bekanntwerden erster Inhalte aus der UG-Novelle

Wien (OTS) - Die Novelle des Universitätsgesetzes befindet sich noch in Verhandlung, doch nach der Veröffentlichung erster Inhalten zeigt sich die GRAS (Grüne & Alternative Student_innen) empört. Die Einführung einer Mindeststudienleistung von 16 ECTS pro Jahr stößt seitens der Studierenden auf Ablehnung: „Eine solche Maßnahme ist sozial selektiv und erhöht den Leistungsdruck massiv!“ zeigt sich Keya Baier, GRAS-Aktivistin und Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg, empört. “Wir Studierende arbeiten und haben Betreuungspflichten. Uns durch Pflicht-ECTS oder den Wegfall der Cooling-Off Phase zum Studienbeginn systematisch vom Bildungssystem auszuschließen ist inakzeptabel!“ so Baier weiter. Dazu passt auch die Haltung der uniko-Präsidentin Seidler, die Studierende rein als ökonomische Ressource betrachtet.

„Durch die vorliegenden Konzepte werden wir Studierende zum Futter der neoliberalen Bildungsmaschine - das ändert sich auch nicht durch zwei Semester Beurlaubung!” kritisiert Hannah Lea Weingartner, GRAS Aktivistin und Vorsitzende der ÖH Uni Wien.

Die Beschneidung der Mitwirkungsrechte von Senaten reiht sich in die inakzeptablen Vorschläge ein. Der Senat ist das einzig demokratisch legitimierte Leitungsgremium einer Universität und jenem sollen nun Kompetenzen entzogen werden. “Dem Senat die Mitwirkung zu verbieten zeigt die demokratische und politische Haltung des ÖVP-Ministeriums. Wir fordern mehr Demokratie an Universitäten und nicht weniger!“ zeigt sich Viktoria Wimmer, GRAS Aktivistin und Vorsitzende der ÖH Uni Graz, empört.

Das Wissenschaftsministerium hat mit dieser Novelle die Chance das Studium endlich den Lebensrealitäten von Studierenden anzupassen und bestehende Ungerechtigkeiten und Probleme zu lösen. „Anstatt fair und studierendenfreundlich zu handeln will man hier neoliberale Politik auf dem Rücken von uns Studierenden machen. Wir werden nicht stumm zusehen sondern lautstark für unsere Rechte eintreten!“ so die drei ÖH-Vorsitzenden der GRAS unisono.

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