- 22.10.2020, 09:33:37
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FPK-Vorsitzende Prünner: „Lohnschere muss endlich geschlossen werden!“
Frauenpolitische Kommission der SJ präsentiert am Equal Pay Day umfassendes Forderungspaket.
Heute, am 22. Oktober, ist der Equal Pay Day im Jahr 2020 in Österreich. Ab heute arbeiten Frauen* quasi gratis bis Jahresende. „Männer haben bereits jenes Einkommen erreicht, für das Frauen* noch bis Jahresende arbeiten müssen. Seit Jahren fordern wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wir wollen nicht länger warten, es braucht politische Veränderungen - und zwar jetzt!“, fordert Anna-Sophie Prünner, Vorsitzende der Frauenpolitischen Kommission (FPK) der Sozialistischen Jugend Österreich, und stellt dabei einen breiten Maßnahmenkatalog vor, in dem sie unter anderem das isländische Modell und Arbeitszeitverkürzung anspricht.
Frauen* arbeiten mehr - doch ein großer Teil ihrer Arbeitsleistung bleibt ohne Bezahlung.
Prünner sieht mehrere Probleme, die sich auf den Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen* auswirken: „Im Jahr 2020 wird der größte Teil der unbezahlten Arbeit immer noch von Frauen* verrichtet. Sie kochen, putzen, kümmern sich um die Kinder und bekommen keinen Cent dafür.” Deswegen sind 47,5 Prozent der Frauen* in Teilzeitbeschäftigung. 80 Prozent der Teilzeitjobs werden von Frauen* verrichtet“, erklärt Prünner.
„Ein Rechtsanspruch auf ganztägige Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag und die Reduktion der Arbeitszeit auf 30 Stunden, würde Frauen* nicht nur den Zugang zum Arbeitsmarkt massiv erleichtern, sondern auch endlich eine faire Aufteilung der unbezahlten und bezahlten Arbeit ermöglichen
”, fordert Anna-Sophie Prünner.
Die Corona Krise hat uns gezeigt: Frauen* halten die Gesellschaft am Laufen!
„Frauen* verdienen in Österreich noch immer viel weniger als Männer - im Schnitt sind es sogar mehr als 20%. Das liegt zum Beispiel darin, dass Berufe, die oftmals von Frauen* ausgeübt werden, wie Kindergartenpädagogin oder Kassiererin im Supermarkt strukturell viel schlechter bezahlt sind als klassische ‚Männerberufe‘. Das sind genau jene Berufe welche essentiell für unsere Gesellschaft sind.”
Lohngerechtigkeit ist möglich - Island macht es vor
Als Lösungsansatz nennt Prünner außerdem das von Island eingeführte Modell zur Lohngerechtigkeit: „Island zeigt bereits wie es geht. Dort wird es Unternehmen verboten, Frauen* und Männer für gleichwertige Arbeit ungleich zu bezahlen. Auch in Österreich sollen Unternehmen verpflichtend nachweisen, dass diese Auflage in ihren Betrieben erfüllt wird
“, fordert Anna-Sophie Prünner abschließend.
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Sozialistische Jugend Österreich
Jakob Zuser
SJ-Pressesprecher
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