- 21.10.2020, 09:38:41
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- OTS0048
Schramböck zeichnet Lenzing AG mit Staatspreis Innovation 2020 aus
Höchste staatliche Auszeichnung für innovative Unternehmen für das Projekt „LENZING™ Web Technology“ durch Wirtschaftsministerin Schramböck

Utl.: Höchste staatliche Auszeichnung für innovative Unternehmen für
das Projekt „LENZING™ Web Technology“ durch
Wirtschaftsministerin Schramböck =
Wien (OTS/BMDW) - Bundesministerin für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck verleiht den Staatspreis
Innovation 2020 an die Lenzing AG aus Oberösterreich. „Mit dem
Staatspreis Innovation werden jährlich die herausragendsten
Leistungen von Unternehmen ausgezeichnet. Heuer ist diese
Auszeichnung aber von ganz besonderer Bedeutung. Denn eindrucksvoll
zeigt sich, auf welches hervorragende Innovationspotenzial der
Standort verweisen kann. Diese Projekte stärken unsere Wirtschaft
nachhaltig und sind der nötige Impuls, um die aktuelle Krise zu
meistern“, betont Margarete Schramböck bei der Verleihung. „Die
ausgezeichneten Unternehmen erbringen genau die Leistungen, mit denen
Österreich in die Gruppe der Innovation Leader vorrücken kann. Mit
der Verleihung des Staatspreis Innovation möchten wir diesen
Initiativen eine zusätzliche Bühne geben und die österreichischen
Unternehmen einladen, noch mehr auf innovative Produkte und Services
zu setzen. Unterstützung für Innovationen gibt es durch eine Vielzahl
von aws Förderungen, von Garantien und Krediten bis hin zur aws
Investitionsprämie.“
Die Lenzing AG erhält den diesjährigen Staatspreis Innovation für das
Projekt „LENZING™ Web Technology“. Der Markt für Vliesstoffe umfasst
etwa 280 verschiedene Anwendungen. Für all seine biologisch
abbaubaren Produkte galt jedoch bisher: Zuerst mussten die Fasern
hergestellt, gelagert und transportiert werden. In einem zweiten
Produktionsschritt konnte ein Vlies hergestellt werden. Ein
elfköpfiges Kernteam der oberösterreichischen Lenzing AG erforschte
daher mit der neuen patentierten LENZING™ Web Technology die
Kombination von Faser- und Vliesherstellung in einem Schritt. Dieses
Verfahren basiert auf der Lyocell-Technologie. Das Ergebnis sind voll
biologisch abbaubare und kompostierbare Vliesstoffe, die in
Wischtüchern, Hygieneartikeln und Gesichtsmasken eingesetzt werden
können. Produktionsreste wie der Randbeschnitt lassen sich als
Rohstoffe in dem Verfahren weiterverwenden. Neben der Vermeidung von
Plastik ist das ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz.
Der Staatspreis Innovation wird im Auftrag des Bundesministeriums für
Digitalisierung und Wirtschaftsstandort von der Austria
Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisiert und wurde in diesem Jahr
bereits zum 40. Mal vergeben.
Nominierungen für den Staatspreis
Neben der Lenzing AG wurden weitere fünf Unternehmen mit einer
Nominierung ausgezeichnet:
- Frequentis DFS Aerosense GmbH, Wien
Projekt „Digitale Flugsicherung“: Der Flughafen-Tower und die dort
arbeitenden Lotsinnen und Lotsen erfahren durch ein digitales System
zur automatisierten digitalen Flugsicherung eine deutliche
Entlastung.
- Ares Genetics GmbH, Wien
Projekt „ARESupa – Molekulare Antibiotikaresistenzdiagnostik mittels
Künstlicher Intelligenz“: Mit einem universellen Erregertest kann
Antibiotikaresistenz von Keimen schnell und genau vorhergesagt
werden.
- BHS Technologies GmbH, Innsbruck
Projekt „RoboticScope“: Ergonomischer und präziser operieren: Ein
Mikroskoproboter der OP Livebilder mittels Kameras an Mikrodisplays
für jedes Auge überträgt.
- AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Leoben
Projekt „Neues Substratcore als Kernstück der Digitalisierung –
Brückenschlag zwischen Mikro- und Nanowelt“: Um immer kleiner
werdende Halbleiterbauteile auf Leiterplatten platzieren zu können,
hat AT & S als eines der wenigen Unternehmen weltweit feingliedrige
Adapter aus Silizium entwickelt.
- ZKW Lichtsysteme GmbH, Wieselburg
Projekt „[HD] mirrorZ“: Ein neuartiges System in Fahrzeugen speist
sich aus Echtzeitdaten zum Verkehrsgeschehen und passt das
Scheinwerferlicht subtil an, ohne die Verkehrsteilnehmerinnen und
Teilnehmer abzulenken.
Sonderpreis ECONOVIUS 2020 an Cargometer GmbH
Im Rahmen des Staatspreises Innovation verleiht die Wirtschaftskammer
Österreich den Sonderpreis ECONOVIUS an ein KMU, das sich durch
besonders innovative Leistungen auszeichnet. WKÖ-Präsident Harald
Mahrer überreichte den diesjährigen ECONOVIUS an die Cargometer GmbH
für das Projekt „Frachtvermessung 4.0“. Jede Palette mit Fracht muss
durch das Verladetor des jeweiligen Umschlagplatzes. Hier setzt
Cargometer an, eine innovative Lösung des gleichnamigen Wiener
Unternehmens zur umfassenden Frachtvermessung. Am fahrenden
Gabelstapler werden Dimensionen und Volumen jedes Pakets erfasst.
Wiegegabeln ermitteln die Masse, und ein QR-Scan mithilfe simpler
Kameras dokumentiert das Produkt vollautomatisch. Dadurch wird in
erster Linie Zeit und in weiterer Folge mit CO2-Ausstößen gespart.
Das Pakettracking, wie es von Kurierdiensten bekannt ist, kommt
dadurch auch der Stückgutlogistik zugute: Abrechnungen werden
genauer, der bisherige Fehleranteil von etwa 15 Prozent wird
eliminiert. Das kann dem europäischen Frachtwesen Umsatzsteigerungen
in Milliardenhöhe erbringen.
„Gerade die heimischen Klein- und Mittelbetriebe beeindrucken mit
ihrer Innovationskraft und sind damit ein wichtiger Impulsgeber für
die rot-weiß-rote Wirtschaft. In der aktuell besonders
herausfordernden Zeit ist es umso wichtiger, unsere Betriebe zu
motivieren, ihre enormen Innovationsleistungen sichtbar zu machen.
Denn jede neue Innovation ist wertvoll und hilft uns auf dem Weg in
eine erfolgreiche Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes“, betont
WKÖ-Präsident Harald Mahrer.
Für den ECONOVIUS waren folgende weitere Unternehmen nominiert:
- Autforce Automations GmbH: Modulare Prüf- und Testanlagen –
AUTFORCE CUBES
- Cubes GmbH: “Cubes” custom shaped blocks
- Messfeld GmbH: Smarte Sensorfolientechnologie revolutioniert
Instandhaltungsanwendungen
- Kaufmann Zimmerei und Tischlerei GmbH: Seriell vorgefertigte
Raummodule aus
Holz
Sonderpreis VERENA 2020 an Easelink GmbH und Frauscher Thermal
Motors GmbH
Mit dem von VERBUND gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND
E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den
Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme,
Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität
innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder
außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben.
Den diesjährigen VERENA Preis erhielten unter anderem die Easelink
GmbH in Kooperation mit der Technischen Universität Graz für das
Projekt Matrix Charging®: Automatisierte konduktive Ladetechnologie
für Elektrofahrzeuge. Der Klimaschutz fordert immer mehr den Umstieg
auf E-Mobilität, welche sich nur mit dem Ausbau von
Ladeinfrastrukturen etablieren kann. Das steirische High-Tech
Unternehmen Easelink entwickelt das automatisierte konduktive
Ladesystem Matrix Charging®. Die Vision hinter der Technologie ist
die Nutzung aller möglichen Parkzeiten von E-Fahrzeugen als
Ladezeiten durch eine automatisierte Ladeverbindung am jeweiligen
Parkplatz. Das Matrix Charging®System besteht aus zwei Komponenten:
einer Fahrzeugeinheit am Fahrzeugunterboden und einer Ladeplatte in
der Parkplatzoberfläche. Sobald das Fahrzeug auf dem Parkplatz über
der Ladeplatte parkt, wird es durch die direkte physische Verbindung
automatisch geladen. Das Unternehmen Easelink wurde 2015 gegründet um
mit Matrix Charging® einen Standard für automatisiertes Laden von
E-Autos zu setzen.
Des Weiteren erhielten den diesjährigen VERENA Preis die Frauscher
Thermal Motors GmbH mit der BEST Bioenergy and Sustainable
Technologies GmbH für das Projekt Verbrennungskraftmaschine für
Magergase. Bei dem vor über 200 Jahren erfundenen Stirlingmotor wird
das problematische Gas im Gegensatz zu den bekannten
Verbrennungskraftmaschinen nicht im Inneren des Motors verbrannt.
Damit gelingt es, nicht nur verschmutzte Gase, sondern auch solche
mit geringem Energiegehalt sauber zu verbrennen und damit wertvolle
elektrische Energie und Niedertemperaturwärme zu erzeugen. Die Firma
Frauscher aus Oberösterreich hat nach jahrzehntelanger
Forschungsarbeit eine Methode entwickelt, um die Kolbenkräfte des
bekannten Motors drastisch zu verringern und damit eine einfache,
wartungsarme und preisgünstige Arbeitsmaschine aufzubauen. Darüber
hinaus ist es mit Hilfe eines Spezialbrenners sogar gelungen,
Magergase mit äußerst geringem Methangehalt zu verarbeiten. Mit dem
neuartigen Motor, der noch bis 2021 in der Versuchsphase ist, können
beispielsweise Klärgase, Deponiegase oder Grubengase zum
wirtschaftlichen Vorteil eingesetzt werden, anstatt sie ungenutzt
abfackeln zu müssen.
Übergeben wurde der Preis von Wolfgang Anzengruber,
Vorstandsvorsitzendem VERBUND AG: „Wollen wir das Ziel der
Klimaneutralität und der Dekarbonisierung erreichen gilt es, auch in
den Bereichen Wärme und Mobilität von fossiler Energie auf
erneuerbare umzusteigen. Elektrische Energie wird dabei einen
elementaren Beitrag leisten. Deshalb fördern wir mit dem
Innovationspreis VERENA bereits seit 18 Jahren innovative
wissenschaftliche Projekte. Innovationsgeist, Know-how und
Wirtschaftskraft und die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft erlauben uns, das Energiesystem verantwortungsvoll zu
gestalten. Die Qualität der eingereichten Projekte beweist einmal
mehr, wie stark schon jetzt das Bewusstsein für klimafreundliche
Stromerzeugung und -nutzung ist.“
Für den Sonderpreis VERENA war weiters nominiert:
- Hex GmbH in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt:
Reduktion von CO²-Emissionen durch Auslastungsoptimierung von
Triebfahrzeugen
Detail-Informationen zu allen Projekten gibt es in der ausführlichen
Staatspreis-Broschüre, die auf www.staatspreis.at sowie auf der
Homepage des Bundesministeriums für Digitalisierung und
Wirtschaftsstandort (www.bmdw.gv.at) zum Download bereit steht.
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