STOP DEPORTATIONS - Menschenverachtende Abschiebung muss gestoppt werden!

Wien (OTS) - Seit fast 4 Monaten ist Sugar, eine geflüchtete Person aus Nigeria, ohne richterliches Urteil in Haft. Trotz sehr vieler Menschen, die ihn unterstützen, Anwalt, Jobzusage und Meldeadresse soll er am Donnerstag abgeschoben werden. Für ganz Nigeria gilt die Sicherheitsstufe 6 (Reisewarnung). Von allen Reisen nach Nigeria wird aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) gewarnt. Im ganzen Land ist Ausnahmezustand: Aus Protesten gegen die ständige Polizeigewalt formiert sich zurzeit ein ziviler Aufstand. Die Regierung schickt die Armee, um die Demonstrant:innen zu brechen. Gerade junge Männer, wie z.B. Sugar, sind sehr stark von Polizeigewalt betroffen.

Sugar floh aber nicht nur aus seiner Heimat, er floh auch aus dem Rückkehrzentrum Bürglkopf in Tirol, das letztes Jahr wegen Hungerstreiks der dort Internierten von sich reden machte. Dieses Zentrum ist untragbar, es dient rein dem Zweck der Isolation und Brechung von geflüchteten Personen, so dass sie doch "freiwillig" heimkehren.

Entscheidungen des BFA, wie eine Sammeldeportation zu Zeiten einer globalen Pandemie, in ein Risikoland, zeigen die rassistische Funktionsweise des Abschieberegimes ganz klar! Wir fordern sofortigen Abschiebestopp, Auflösung der Schubhaft und eine Schließung aller Rückkehrzentren!

Deshalb wird es am Mittwoch 21.10. um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte eine Demonstration mit Abschlusskundgebung beim PAZ Rossauer Lände geben.

Folgende Solidaritätsseite dokumentiert relativ gut Sugars Geschichte: freesugar.noblogs.org

Folgende Seite den Widerstand gegen die "Rückkehrzentren": http://www.rueckkehrzentrenschliessen.org/


Rückfragen & Kontakt:

Bündnis gegen Abschiebungen
rueckkehrzentrenschliessen@systemli.org

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