"Der österreichische Film. Edition Der Standard" STAFFEL 15

Wien (OTS) - Die im europäischen Raum – vielleicht sogar weltweit – in ihrem Umfang einzigartige Edition „Der Österreichische Film. Edition Der Standard“ wird heuer um 15 weitere Filme physisch (DVDs) und digital erweitert. In der neuen Staffel finden sich acht DVD-Premieren sowie fünf mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnete Produktionen.
In ihrer Zusammensetzung ist auch diese Staffel wieder Abbild der gesamten Edition: Vom Drama (ARTHUR & CLAIRE) zur Dokumentation (DIE DOHNAL), von der Komödie (WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT?) zum historischen Film (LICHT) und experimentellen Arbeiten (SHIRLEY – VISIONS OF REALITY) wird österreichisches Filmschaffen in beeindruckender Bandbreite versammelt. Die diesjährige Edition wurde von Brigitta Burger-Utzer (Sixpackfilm), Dominik Kamalzadeh (Der Standard), Claus Philipp und Florian Widegger (Filmarchiv Austria) kuratiert.

Die breite Verfügbarkeit der Edition spiegelt sich an den bisherigen Verkäufen und Abrufen sehr gut wider: Vom gesamten Filmkanon mit 498 Filmen auf 340 herausgegebenen DVDs wurden in Summe bislang 1,6 Millionen DVDs verkauft.

Die digitale Entwicklung der Medien- und Unterhaltungslandschaft bewegt auch die Filmedition. Mittlerweile 300 Filme der Edition sind auf 15 relevanten VOD-Plattformen, die 90% des Marktes abdecken, abrufbar. Über 500.000 Abrufe unterstreichen, wie wichtig und zukunftsweisend diese Bemühung ist: Von den 2,1 Millionen Käuferinnen und Käufern wurden knapp 25% auf digitalem Weg erreicht.

Bei einem Sortimentsprojekt – das heißt bei Filmen, deren Filmstart teilweise Jahrzehnte zurückliegt – geht das weit über alle üblichen Kennzahlen hinaus und ist nur durch die Bewerbung und Reputation der Edition, die über Jahre erarbeitet wurde, erklärbar.
Filminteressierte können sich darauf verlassen, den österreichischen Film in einem umfangreichen Angebot versammelt zu sehen und dadurch im gesamten deutschen Sprachraum im Handel oder als Stream darauf zugreifen zu können.

Kulturstaatssekretärin Mag.a Andrea Mayer sieht „die Bedeutung der Edition und ihre Aufgaben in der Aufklärung, in der Reflexion über unsere Rahmenbedingungen und unser Leben. Mir haben die österreichischen Filme schon seit vielen Jahrzehnten aktuelle Fragestellungen und Zeitgeschichte nahegebracht.“

Kultur-Stadträtin Mag.a Veronica Kaup-Hasler hebt die politische Relevanz vor allem dieser Ausgabe der Edition im schulischen Kontext hervor und macht sie am Beispiel des Films MURER – ANATOMIE EINES PROZESSES fest: „Wenn so ein Film im Geschichtsunterricht gezeigt wird, wird sofort klar, was das Dilemma der österreichischen Politik war. Wenn dieser Film in einer Schulklasse analysiert und besprochen wird, trägt das dazu bei, ein Verständnis zu haben, wie sich Demokratie in Österreich entwickelt hat.“

Mag. Roland Teichmann, Direktor des Österreichischen Filminstituts, geht in seiner Zukunftsvision noch einen Schritt weiter: „Es ist eine Pionierleistung für den österreichischen Film, diese Breite und Vielfalt verfügbar zu machen. Ich glaube, dass es schon auch wichtig ist, den Gedanken dieses Kanons des österreichischen Films in eine digitale Form zu bringen und noch verfügbarer zu machen. Natürlich wäre es schön, wenn es so was wie einen Austrian Player oder eine Plattform gäbe, auf die man vertrauen und sagen kann: Wenn ich einen österreichischen Film suche – dort finde ich ihn unter Garantie, auch in einer Form, die so aufbereitet ist, dass Informationen mit diesem Film mitgeliefert werden. Ich würde mir wünschen, dass es so was gäbe – unabhängig von Corona.“

„Die Edition bietet analog und online die Möglichkeit, dass Filme einfach verfügbar sind. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe, die natürlich jetzt in der Corona-Zeit stärker durch den Markt bestimmt wurde“, sagt Dr. Barbara Fränzen, Leiterin der Abteilung Film im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

Die Festivalleiter der Diagonale, Mag. Peter Schernhuber und Mag. Sebastian Höglinger, ergänzen dazu: „Nicht alle Österreicher/innen leben in der Bundeshauptstadt Wien und haben somit Zugang zu den großen Archiven. Selbst an Orten wie Wels, wo es zwar noch ein Kino gibt, ist es oftmals dienlich, Filme verfügbar zu machen, die dort etwa nicht mehr laufen oder überhaupt nie gezeigt wurden. Auch kann die Edition als Handapparat für den Unterricht und die Filmvermittlung herangezogen werden, um Filme auf diese Weise – egal ob auf DVD oder im besten Falle zeitgleich auch online – etwa im Bildungskontext zu zeigen.“

Jedes Jahr hat die Edition einen anderen Charakter. Wenn ich diese 15 DVDs sehe, ergibt sich ein Bild. Ich sehe einen sehr politischen Aspekt der heurigen Edition, die nicht zufällig mit DIE DOHNAL anfängt und dann schön über WALDHEIMS WALZER weitergeht. Das schafft einen Rückblick, der unsere Zukunftsvorstellungen erweitert“, so Georg Hoanzl, Initiator und Herausgeber der Edition. „Die Verfügbarkeit aller Filme ist für mich das Wichtigste. Für mich und mein Team ist es Teil unserer beruflichen Identität, gute Inhalte zugänglich zu machen. Ich habe mir immer gewünscht, möglichst breite künstlerische Auseinandersetzung und Begegnung zu ermöglichen.“

Material:
Pressemappe und Bilder

Trailer und Videos zur aktuellen Staffel:
Trailer zur 15. Staffel
Kuratoren zur 15. Staffel

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Hoanzl

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