Covid-19 verschärft Armut weltweit

Um Armut endgültig zu beseitigen, braucht es nachhaltige Entwicklung weltweit

Wien (OTS) - Der 17. Oktober ist der internationale Tag zur Armutsbekämpfung. Heuer hat dieser Tag leider eine besondere Bedeutung, denn die Covid-19-Pandemie vergrößert die Armutskrise weltweit. Die Fakten sprechen für sich: 690 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger, 3,4 Milliarden leben laut Weltbank unter der Armutsgrenze. Durch die negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen wird laut Prognosen der UNO die Zahl derjenigen, die als extrem arm gelten, um 20% und damit auf über eine Milliarde ansteigen.

„Das verschärft bereits vorhandene Herausforderungen in armen Ländern: Hunger, Dürren, Überschwemmungen oder andere Auswirkungen der Klimakatastrophe sowie Konflikte und Gewalt. Die Pandemie trifft Millionen von Menschen in den ärmsten Ländern der Welt besonders hart. Diese zusätzliche Belastung stellt auch eine große Herausforderung für die weltweite Stabilität dar. Daher ist es in unserem eigenen Interesse auch diese Länder zu unterstützen: zur Prävention von Infektionen, zur Eindämmung der Folgen der Pandemie und zur makroökonomischen Stabilisierung“, beschreibt Annelies Vilim, Geschäftsführerin des Dachverbandes AG Globale Verantwortung, mit 35 zivilgesellschaftlichen Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, die Situation in vielen Entwicklungsländern.

„Nach der Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds (AKF) hat die Bundesregierung nun auch eine Erhöhung der bilateralen Mittel um 11 Mio. EUR für 2021 budgetiert – ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um Armut und Hunger zu vermindern, dem jedoch weitere folgen müssen. Denn letztlich geht es darum, Gesellschaft und Wirtschaft in armen Ländern zu stabilisieren und zwar langfristig, nachhaltig und klimaneutral. Es geht darum Menschen, die von weniger als 1,69 Euro am Tag leben müssen, aus der Armut zu holen und zwar nachhaltig. Es geht darum, dass Kinder auch in armen Ländern in die Schule gehen können und Chancen im Leben haben, damit sie ihre Talente entfalten können. Es geht darum, Arbeitsplätze zu schaffen und dass Menschen genügend zum Essen haben. Es geht darum, Menschen überall auf der Welt Lebensperspektiven zu ermöglichen und uns als globale Gesellschaft weiterzubringen. Entwicklungszusammenarbeit ist der Schlüssel dazu. Dazu braucht es entsprechende Mittel, die über dem aktuellen Entwicklungshilfebudget liegen, auch in den kommenden Jahren,“ appelliert Annelies Vilim abschließend an die Österreichische Bundesregierung.

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