1.500 Menschen protestierten am Freitag in Wien für Frieden in Berg-Karabach

Wien (OTS) - Am Freitag rief die armenische Gemeinde in Wien zu einer Kundgebung vor der OSZE, dem Bundeskanzleramt und der Präsidentschaftskanzlei auf. Über 1.500 Menschen nahmen friedlich daran Teil und forderten von der Bundesregierung, sich für einen sofortigen Frieden zwischen Berg-Karabach und Aserbaidschan einzusetzen. „Den Vorschlag von Bundeskanzler Sebastian Kurz, die Friedensgespräche in Wien zu halten, heißen wir willkommen. Doch der Konflikt wird nicht geführt, weil beide Seiten keinen Verhandlungsort finden. Es braucht tatsächliche Bemühungen, Aserbaidschan und die Türkei zu einem Ende der Gewalt zu bewegen und die Zivilbevölkerung Armeniens und Berg-Karabachs in ihrer Heimat leben zu lassen, ohne sie Tag und Nacht mit Streumunition zu bombardieren. Wenn der türkische Präsident Erdogan ISIS-Kämpfer nach Aserbaidschan schickt, um die armenische Zivilbevölkerung anzugreifen, dann erwarten wir uns klare Worte von der österreichischen Bundesregierung, der EU und der OSZE“, so der Obmann der Armenisch-Apostolischen Kirchengemeinde, Dr. Vahagn Amirjanyan.

Am Samstag wurde eine Waffenruhe mithilfe Russlands vereinbart, deren Dauer jedoch nicht festgelegt wurde. Jedoch wurde auch diese Waffenrufe 10 Minuten danach von Aserbaidschan gebrochen, als armenische Städte - auch in der Republik Armenien - bombardiert wurden. In Berg-Karabach wurde ein Dorf überfallen, wo eine Frau und ihr behinderter Sohn brutal ermordet wurden. „Das zeigt, dass der Konflikt noch nicht beendet wurde. Die einzige Möglichkeit auf längerfristigen Frieden ist die Anerkennung der unabhängigen Republik Artsach (Berg-Karabach) durch die internationale Gemeinschaft - so auch durch die Republik Österreich. Nur so können wir garantieren, dass die Menschen in Berg-Karabach in Frieden leben können“, so Amirjanyan abschließend.

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