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Grüne Frauen Wien: Das autonome FrauenLesben-Zentrum darf nicht zerschlagen werden

Wien (OTS) - „Das autonome FrauenLesbenMigrantinnenMädchen-Zentrum darf nicht zerschlagen werden“, so die Sprecherin der Grünen Frauen Wien, Barbara Huemer. „Wir sind solidarisch mit dem Protest des Autonomen FrauenLesbenMigrantinnenMädchen-Zentrum (FZ).“

Der Hintergrund: Das FZ gilt als eines der ältesten noch existierenden Women Only Spaces europaweit. Im Zuge der Sanierungspläne der Stadt Wien für das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) im 9. Bezirk sieht sich das FZ in seiner Autonomie und Eigenständigkeit bedroht und enteignet. Die Grünen Frauen Wien unterstützen den Protest des FZ. Für die Grünen Frauen in Wien ist klar, dass die eigenständige Struktur des selbstverwalteten Frauenzentrums erhalten bleiben muss.

Barbara Huemer: „Als Feministin ist es mir wichtig, mich für den Erhalt des FZ einzusetzen. Das FZ muss auch für zukünftige Frauen- und Lesbengenerationen in Wien als autonomer, selbstverwalteter Ort fortbestehen können. Autonome Frauenorte wurden von der Frauenbewegung hart erkämpft und sind weiterhin wichtig und notwendig. Es sind politische Orte des Austausches, der gegenseitigen Unterstützung, der Selbstgestaltung und Selbstverwaltung, Orte feministischer Praxen und des Widerstandes. Sie dürfen nicht zerschlagen werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass sowohl die dringend notwendige Renovierung des WUK als auch der Fortbestand des FZ als autonomes und eigenständiges Frauenzentrum möglich sind.“

Das Frauenzentrum (FZ) ist seit 1981 im WUK (Werkstätten- und Kulturhaus), das der Stadt Wien gehört. Seit damals hat das FZ einen Teil des Gebäudes. Es ist autonom und verfügt über ein abgeschlossenes Stiegenhaus sowie einen eigenen straßenseitigen Eingang. Im Zuge der notwendigen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen des WUK kommt es jedoch zu einer sukzessiven Untergrabung bzw. Auflösung der autonomen Strukturen durch Vertrags- und Baumaßnahmen der Stadt Wien.

Die Sprecherin der Grünen Frauen Wien abschließend: „Ich verstehe, dass es seitens der frauenbewegten Frauen heftige Proteste und Widerstand gibt, wenn ihnen hart erkämpfte Rechte genommen werden sollen. Als Frauenpolitikerin bin ich auf der Seite der Frauen. Es muss eine nachhaltige Lösung geschaffen werden, die der Idee eines autonomen, eigenständigen, feministischen Frauenzentrums entspricht.“

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