• 05.10.2020, 10:15:52
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Niederösterreich und Wien hundert Jahre nach der Trennung

Zeitzeugen-Forum „Erzählte Geschichte“ mit Michael Häupl und Erwin Pröll

Utl.: Zeitzeugen-Forum „Erzählte Geschichte“ mit Michael Häupl und
Erwin Pröll =

St. Pölten (OTS) - Nach Jahrhunderten gemeinsamer Geschichte
beschlossen die Bundesländer Niederösterreich und Wien nach dem
Ersten Weltkrieg, eigene Wege zu gehen. Am 30. November 1920 erhielt
Niederösterreich eine Landesverfassung, die Grundlage zur Bildung
eines Bundeslandes wurde. Auch Wien wurde ein eigenes Bundesland.
Ende Dezember 1921 wurde nach langen Verhandlungen ein
Trennungsgesetz verabschiedet, das am 1. Jänner 1922 in Kraft trat.
Die praktische Durchführung der „Scheidung“ der beiden Bundesländer
zog sich allerdings noch über viele Jahrzehnte hin. Die Hauptstadt
für Niederösterreich blieb weiterhin Wien. Erst 1986 erhielt das
größte Bundesland Österreichs mit St. Pölten eine eigene
Landeshauptstadt.

Nicht nur um die Trennung und manche Spannungen zwischen den beiden
Bundesländern soll es bei diesem Gespräch gehen, sondern auch um
Zusammenarbeit und Freundschaft. Dafür stehen zwei bedeutende
politische Persönlichkeiten: Michael Häupl war von 1994 bis 2018
Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, Erwin Pröll von 1992 bis
2017 Landeshauptmann von Niederösterreich. Im Gespräch mit Reinhard
Linke wird geklärt, welche Rolle ein persönlich gutes Verhältnis bei
der politischen Zusammenarbeit spielt und ob die damaligen Gründe für
die Trennung der beiden Bundesländer auch heute noch nachwirken.

Die Veranstaltung ist der Auftakt eines Schwerpunktes zum Thema „100
Jahre Bundesland Niederösterreich“ im Haus der Geschichte im Museum
Niederösterreich. Das Zeitzeugen-Forum „Erzählte Geschichte“ mit
Michael Häupl und Erwin Pröll findet am Mittwoch, 4. November, 18.30
Uhr im „Haus der Geschichte“ im Museum Niederösterreich in St. Pölten
statt. Der Eintrittspreis beläuft sich auf neun Euro. Die
Besichtigung des „Hauses der Geschichte“ sowie der Sonderausstellung
„Der junge Hitler. Prägende Jahre eines Diktators. 1889 – 1914“ bis
18.30 Uhr ist im Eintritt inkludiert. Eine Anmeldung unter +43 2742
90 80 90-998 oder E-Mail [email protected] ist erforderlich.

Nähere Informationen: Niederösterreichische Museum Betriebs GmbH,
Mag. Florian Müller, Telefon 02742/90 80 90-911, E-Mail
[email protected], www.museumnoe.at.

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