• 04.10.2020, 09:07:45
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LH Mikl-Leitner zum Projekt „Miniladen mit digitalem Bezahlsystem“

Einfache und kundenfreundliche Einkaufs- bzw. Vermarktungsmöglichkeit regionaler Produkte

Utl.: Einfache und kundenfreundliche Einkaufs- bzw.
Vermarktungsmöglichkeit regionaler Produkte =

St. Pölten (OTS/NLK) - Nicht zuletzt durch die Covid-19-Pandemie ist
das Thema der regionalen Versorgung wieder verstärkt im Bewusstsein
und im Einkaufsalltag vieler Bürgerinnen und Bürger angekommen. Noch
stärker als vor der Krise sind hochwertige Lebensmittel gefragt, die
in der eigenen Gemeinde oder Region hergestellt werden und auf kurzem
Weg lieferbar sind. „Regionale Produktion und kurze Transportwege
sind uns in Niederösterreich schon lange ein Anliegen. Die Krise im
heurigen Frühjahr hat gezeigt, dass dabei sehr oft eine einfache,
kundenfreundliche Einkaufs- bzw. Vermarktungsmöglichkeit fehlt.
Darauf wollen wir mit dem Projekt ‚Miniladen mit digitalem
Bezahlsystem‘ reagieren“, erklärt Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner dieses ebenso einfache wie wirksame Konzept.

Stephanshart hat eine neue Attraktion mitten im Ort: einen „Miniladen
mit digitalem Bezahlsystem“. Dieses wurde als Pilot- und
Vorzeigemodell für eine neue Förderaktion im Rahmen von Dorf- und
Stadterneuerung unterstützt. Der „Miniladen“ steht für die Sicherung
der zentrumsnahen Versorgung der Bevölkerung und setzt damit auf die
direkte Kooperation von Produzent und Konsument. Gleichzeitig stärkt
der Miniladen die Ortskernbelebung und nützt durch ein spezielles
Kassensystem auch die Vorteile der Digitalisierung.

Von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung entwickelt und finanziell
unterstützt, sollen verstärkt Einrichtungen der Nah- und
Regionalversorgung in Ortszentren angesiedelt werden – und die
wirtschaftliche Situation der regionalen Produktionsbetriebe ebenso
verbessern, wie sie die Ortskernbelebung unterstützen können. Dabei
wird – weil regionaler Verkauf oft an Personalressourcen scheitert –
auch auf technische Infrastruktur gesetzt: Das Angebot beinhaltet ein
digitales Kassensystem, mit dem die kleinen Läden auch ohne
„Verkaufspersonal“ arbeiten können. Ausgewählte Produkte werden
gescannt und bezahlt, und im Hintergrund läuft ein
Warenwirtschaftssystem, das den Produzentinnen und Produzenten die
nötigen Informationen für stets volle Regale sendet. Das digitale
Kassensystem wurde von der NÖ.Regional gemeinsam mit einem lokalen
Softwareentwickler entwickelt – und zwar im Auftrag des Vereins „NÖ
Dorf- und Stadterneuerung – Gemeinschaft der Dörfer und Städte“. Über
dessen Engagement ist auch die Landeshauptfrau erfreut: „Ein
wesentliches Prinzip von Dorf- und Stadterneuerung ist es, ‚kleine‘
Initiativen zu unterstützen und auf Kooperationsbasis erfolgreich zu
machen – beim Miniladen ist es genauso. Daher ist es erfreulich, dass
sich die ‚Gemeinschaft der Dörfer und Städte‘ aktiv und auch
finanziell in das Projekt einbringt.“

Und Maria Forstner – Obfrau des Vereins „NÖ Dorf- und Stadterneuerung
– Gemeinschaft der Dörfer und Städte“ ergänzt: „Es war uns ein
besonderes Anliegen, die Entwicklung eines digitalen Kassensystems
für Mini- bzw. Direktvermarkterläden finanziell zu unterstützen,
damit in einem Pilotprojekt auch entsprechende Erfahrung gesammelt
werden kann. Gemeinsam mit der NÖ.Regional werden wir jetzt Maßnahmen
im Sinne der Richtlinien des Landes setzen, damit in allen fünf
Hauptregionen Miniläden entstehen, vorzugsweise in leerstehenden
Gebäuden im Ortskern.“ Und dieser Standort ist wichtig, denn – so die
Überzeugung der Obfrau – „diese kleinen, aber feinen Läden mit
regionalen Produkten tragen sicher zur positiven Entwicklung im
Zentrum eines Ortes bei“.

Eine Überzeugung, die auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner teilt: „Die
finanzielle Unterstützung von Miniläden mit digitalem Bezahlsystem
ist mir ein großes Anliegen. Die mögliche Förderung für
Dorferneuerungsvereine und Gemeinden beläuft sich auf 50 Prozent der
Errichtungskosten, die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro.“
Grundlage für die Förderung ist jedoch nicht nur, dass der Laden zur
Ortskernbelebung beiträgt, sondern auch, dass der betreffende Ort
gerade aktiv einen Dorf- oder Stadterneuerungsprozess absolviert.
Förderansuchen können bis Ende 2021 gestellt werden. Für nähere
Auskünfte stehen die Regionalberaterinnen und Regionalberater der
NÖ.Regional zur Verfügung.

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