LH Mikl-Leitner zum Projekt „Miniladen mit digitalem Bezahlsystem“

Einfache und kundenfreundliche Einkaufs- bzw. Vermarktungsmöglichkeit regionaler Produkte

St. Pölten (OTS/NLK) - Nicht zuletzt durch die Covid-19-Pandemie ist das Thema der regionalen Versorgung wieder verstärkt im Bewusstsein und im Einkaufsalltag vieler Bürgerinnen und Bürger angekommen. Noch stärker als vor der Krise sind hochwertige Lebensmittel gefragt, die in der eigenen Gemeinde oder Region hergestellt werden und auf kurzem Weg lieferbar sind. „Regionale Produktion und kurze Transportwege sind uns in Niederösterreich schon lange ein Anliegen. Die Krise im heurigen Frühjahr hat gezeigt, dass dabei sehr oft eine einfache, kundenfreundliche Einkaufs- bzw. Vermarktungsmöglichkeit fehlt. Darauf wollen wir mit dem Projekt ‚Miniladen mit digitalem Bezahlsystem‘ reagieren“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dieses ebenso einfache wie wirksame Konzept.

Stephanshart hat eine neue Attraktion mitten im Ort: einen „Miniladen mit digitalem Bezahlsystem“. Dieses wurde als Pilot- und Vorzeigemodell für eine neue Förderaktion im Rahmen von Dorf- und Stadterneuerung unterstützt. Der „Miniladen“ steht für die Sicherung der zentrumsnahen Versorgung der Bevölkerung und setzt damit auf die direkte Kooperation von Produzent und Konsument. Gleichzeitig stärkt der Miniladen die Ortskernbelebung und nützt durch ein spezielles Kassensystem auch die Vorteile der Digitalisierung.

Von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung entwickelt und finanziell unterstützt, sollen verstärkt Einrichtungen der Nah- und Regionalversorgung in Ortszentren angesiedelt werden – und die wirtschaftliche Situation der regionalen Produktionsbetriebe ebenso verbessern, wie sie die Ortskernbelebung unterstützen können. Dabei wird – weil regionaler Verkauf oft an Personalressourcen scheitert – auch auf technische Infrastruktur gesetzt: Das Angebot beinhaltet ein digitales Kassensystem, mit dem die kleinen Läden auch ohne „Verkaufspersonal“ arbeiten können. Ausgewählte Produkte werden gescannt und bezahlt, und im Hintergrund läuft ein Warenwirtschaftssystem, das den Produzentinnen und Produzenten die nötigen Informationen für stets volle Regale sendet. Das digitale Kassensystem wurde von der NÖ.Regional gemeinsam mit einem lokalen Softwareentwickler entwickelt – und zwar im Auftrag des Vereins „NÖ Dorf- und Stadterneuerung – Gemeinschaft der Dörfer und Städte“. Über dessen Engagement ist auch die Landeshauptfrau erfreut: „Ein wesentliches Prinzip von Dorf- und Stadterneuerung ist es, ‚kleine‘ Initiativen zu unterstützen und auf Kooperationsbasis erfolgreich zu machen – beim Miniladen ist es genauso. Daher ist es erfreulich, dass sich die ‚Gemeinschaft der Dörfer und Städte‘ aktiv und auch finanziell in das Projekt einbringt.“

Und Maria Forstner – Obfrau des Vereins „NÖ Dorf- und Stadterneuerung – Gemeinschaft der Dörfer und Städte“ ergänzt: „Es war uns ein besonderes Anliegen, die Entwicklung eines digitalen Kassensystems für Mini- bzw. Direktvermarkterläden finanziell zu unterstützen, damit in einem Pilotprojekt auch entsprechende Erfahrung gesammelt werden kann. Gemeinsam mit der NÖ.Regional werden wir jetzt Maßnahmen im Sinne der Richtlinien des Landes setzen, damit in allen fünf Hauptregionen Miniläden entstehen, vorzugsweise in leerstehenden Gebäuden im Ortskern.“ Und dieser Standort ist wichtig, denn – so die Überzeugung der Obfrau – „diese kleinen, aber feinen Läden mit regionalen Produkten tragen sicher zur positiven Entwicklung im Zentrum eines Ortes bei“.

Eine Überzeugung, die auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner teilt: „Die finanzielle Unterstützung von Miniläden mit digitalem Bezahlsystem ist mir ein großes Anliegen. Die mögliche Förderung für Dorferneuerungsvereine und Gemeinden beläuft sich auf 50 Prozent der Errichtungskosten, die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro.“ Grundlage für die Förderung ist jedoch nicht nur, dass der Laden zur Ortskernbelebung beiträgt, sondern auch, dass der betreffende Ort gerade aktiv einen Dorf- oder Stadterneuerungsprozess absolviert. Förderansuchen können bis Ende 2021 gestellt werden. Für nähere Auskünfte stehen die Regionalberaterinnen und Regionalberater der NÖ.Regional zur Verfügung.

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