• 30.09.2020, 10:29:58
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ÖAMTC: So klappt der Kindersitz-Einbau im E-Auto (+ Foto)

Mobilitätsclub testet Familientauglichkeit von 15 Stromern

Utl.: Mobilitätsclub testet Familientauglichkeit von 15 Stromern =

Wien (OTS) - Mit dem steigenden Interesse an Elektroautos stellt sich
immer häufiger die Frage nach deren Familienfreundlichkeit. Wie beim
klassischen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist die Möglichkeit,
Kindersitze einzubauen, dabei ein wichtiger Aspekt.
ÖAMTC-Kindersitzexperte Steffan Kerbl fasst zusammen: "Bei manchen
Elektroautos ist der Platz im Innenraum durch die große Batterie
vergleichsweise knapp. Dennoch erlaubt jedes der 15 getesteten
Modelle den Einbau von zumindest zwei Kindersitzen. Erfreulich ist
auch, dass die Rückhaltevorrichtungen aller Testkandidaten der
aktuellen i-Size-Norm entsprechen." Getestet wurden: Audi e-tron, BMW
i3, Hyundai Kona electric, Jaguar i-Pace, Kia e-Niro, Mercedes-Benz
EQC, Mini Electric, Nissan Leaf, Opel Corsa-e, Porsche Taycan,
Renault Zoe, Tesla Model S, X und 3 sowie VW e-Golf.

Wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gilt auch beim Einbau von
Kindersitzen in E-Autos: Je größer das Gefährt, desto leichter geht
es. Folgerichtig schneidet das Model X von Tesla mit der Möglichkeit,
drei Kinder in der zweiten und zwei Kinder in der dritten Sitzreihe
mitzunehmen, am besten ab. "Dabei hilft auch die Ausstattung mit
Flügeltüren, die sehr gute Zugänglichkeit bei Einbau und Sicherung
erlaubt", erklärt Kerbl. Mit diesem Ergebnis kann von den übrigen
Testkandidaten keiner mithalten. Immerhin erreichen aber vier Autos
die Note "gut", darunter mit dem Opel Corsa-e auch ein Kleinwagen.
Der Rest des Feldes wurde mit "befriedigend" bewertet, lediglich der
SUV Hyundai Kona electric schafft nur ein "genügend". Details dazu:
www.oeamtc.at/tests.

Kritik gibt es vom Kindersitzexperten des Mobilitätsclubs vor allem
für zwei Punkte: Die Isofix- und Top-Tether-Verankerungen sind teils
schlecht zugänglich. Und: Manche Hersteller sind bei der Erlaubnis,
auf welchen Plätzen überhaupt Kindersitze installiert werden dürfen,
sehr restriktiv – zumeist ohne dass ein Grund dafür ersichtlich ist.
"Vor allem der mittlere Platz der zweiten Sitzreihe ist in kaum einem
Modell vernünftig nutzbar. Löbliche Ausnahmen sind die Modelle X und
S von Tesla, beim Rest ist der Kindersitzeinbau dort nicht vorgesehen
oder platzmäßig sehr schwierig", hält Kerbl fest.

Kindersicherung nach Möglichkeit nur auf den Rücksitzen

Im Prinzip sollte man ein Kind nur auf dem Beifahrersitz mitführen,
wenn es nicht anders geht. Wenn man einen mit dem Rücken zur
Fahrtrichtung montierten Sitz benutzt, muss unbedingt der
Beifahrerairbag deaktiviert werden. "Allerdings verfügt keines der
untersuchten Fahrzeuge über ein System zur automatischen
Deaktivierung", kritisiert der ÖAMTC-Techniker. Bei den Modellen von
Tesla und beim Mercedes-Benz EQC erfolgt dieser Vorgang am Display,
bei den anderen Fahrzeugen mittels Drehschalter.

Ob Elektro- oder Verbrennungsmotor – die wichtigsten Tipps zum
Familienfahrzeug-Kauf

* Die Probefahrt mit dem Wunschfahrzeug sollte unbedingt mit
montierten Kindersitzen – und natürlich auch den Kindern an Bord –
erfolgen. "So können wichtige Punkte wie Platzangebot, Zugänglichkeit
von Verankerungen in der Praxis ausprobiert werden", sagt Kerbl.
"Dabei kann man sich vom Händler auch gleich den korrekten Einbau
erklären lassen."

* Sowohl die Einbauanleitung des Kindersitzes als auch die
Bedienungsanleitung des Fahrzeuges sollten vor dem Einbau genau
konsultiert werden. Sie geben Aufschluss über wichtige Hinweise wie
Airbag-Deaktivierung, Isofix-Verankerungen, Gurtführung usw.

Infos zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC
findet man unter www.oeamtc.at/tests. Alles Wissenswerte um
Kindersitze und Kindersitzeinbau gibt es unter
www.oeamtc.at/kindersitze. Kostenlose Kindersitzberatung gibt es an
allen ÖAMTC-Stützpunkten.

Aviso an die Redaktionen: Ein Foto steht demnächst unter
www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.

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