ÖH Uni Wien: Ausgrenzung von Drittstaatsstudierenden stoppen!

Der Hungerstreikende Wong zeigt: Es braucht einen Studienbeitragserlass & ein soziales Netz für Studierende in der Coronakrise!

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien kritisiert seit Beginn der Corona Maßnahmen die Nicht-Rückerstattung der Studiengebühren und fordert beitragsfreie Semester, solange der Unibetrieb eingeschränkt ist. "Ein Großteil der Studierenden muss neben dem Studium arbeiten, viele haben dabei im Frühjahr ihren Job verloren.", zeigt Hannah Lea Weingartner, Vorsitzende der ÖH Uni Wien, auf. "Während die Regierung für Großunternehmen Milliarden zur Verfügung stellte, gehen Studierende leer aus.", führt Weingartner fort.

Besonders benachteiligt sind Studierende aus Drittstaaten, so müssen jene von Studienbeginn an den doppelten Studienbeitrag von 726,72€ pro Semester zahlen. Gleichzeitig dürfen viele nur eingeschränkt arbeiten, benötigen eine Beschäftigungsbewilligung vom AMS, sind von jeglichen staatlichen Föderungen ausgenommen und müssen für die Verlängerung ihres Visums zahlen.
Ramiro Wong, Student an der Universität für Angewandte Kunst ist deshalb seit zwei Wochen im Hungerstreik und hat eine Petition gestartet, in der er endlich Gleichbehandlung verlangt

"Als ÖH Uni Wien stehen wir kompromisslos hinter den Studierenden und fordern ein Ende der rassistischen Ausgrenzungspolitik. Nur ein freier und offener Hochschulzugang für alle schafft Chancengerechtigkeit, erhöht die soziale Durchlässigkeit und trägt zu einer offenen und kritischen Gesellschaft bei!", betont die Vorsitzende

Die Zuständigkeit liegt hier beim Ministerium. Dieses hat die Möglichkeit den Universitäten die Studienbeiträge rückzuerstatten und einen großzügigen und unbürokratischen Fonds zu schaffen, um die Studierenden, die besonders unter der Krise leiden, vor der Armut zu schützen. Gerade durch die anstehende Novelle des Universitätsgesetzes gibt es die Möglichkeit, den Studienbeitrag aus dem Rechtstext zu streichen. "Jetzt liegt es bei der türkis-grünen Bundesregierung die Studierenden nicht im Stich zu lassen und ein Universitätsgesetz zu beschließen, das gleiche Chancen schafft anstatt den Studierenden durch Studienbeiträge Steine in den Weg zu legen.", so Weingartner abschließend.

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