Tourismus begrüßt Schutzschirm für Veranstaltungsbranche

WKÖ-Seeber: Wichtige Unterstützung für schwer getroffenen Betriebe - Sorgt für dringend notwendige Planungssicherheit bei Veranstaltungen, Kongressen und Märkten

Wien (OTS) - Der Ausbruch des Corona-Virus hat für einen nie zuvor dagewesenen Einbruch in der Veranstaltungsbranche gesorgt. Heute hat die Bundesregierung einen Schutzschirm in Höhe von 300 Mio. Euro für die betroffenen Unternehmen präsentiert. Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ: „Die Umsätze vieler Betriebe liegen spätestens seit Mitte März 2020 bei ‚Null‘, umso mehr begrüße ich den heute von der Bundesregierung präsentierten Rettungsschirm. Die Übernahme der Ausfallshaftungen für nicht stornierbare Ausgaben, wie z.B. die Miete für Hallen, Saaltechnik oder Personalkosten, ist essentiell für die Zukunft der tausenden Unternehmen. Veranstalter bekommen so wieder Planungssicherheit für die kommenden Monate und können weiterhin neue Projekte starten. Damit wurde eine zentrale Forderung der Veranstaltungsbranche, für die wir seit Monaten kämpfen, umgesetzt umso Insolvenzen und den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen zu verhindern. Wichtig ist nun, dass das Parlament die rechtlichen Grundlagen rasch beschließt auf deren Basis die Richtlinie akkordiert und von der EU-Kommission bestätigt werden kann.“

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche ist enorm. Gemäß einer 2017 veröffentlichten IHS-Studie generiert die Veranstaltungsbranche eine Wertschöpfung in Höhe von 8,9 Mrd. Euro, erwirtschaftet drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts und sichert 144.000 Arbeitsplätze. Mit Zulieferern wie Caterern, Zeltverleihern, Veranstaltungs-Technikern, Blumenhändlern, Taxifahrern etc. sind es über 250.000 mit dem Sektor verknüpften Jobs.

Branchensprecher Kastner: „Rettungsmaßnahmen bringen Licht am Ende des Tunnels“

Auch der Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der WKÖ, als Interessenvertreter der rund 5.000 österreichischen Veranstalter, begrüßt das neue Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Branchensprecher Erik Kastner: „Die Branche wurde endlich erhört und es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels. Es geht darum, die Zukunft der Unternehmen und vieler tausend Arbeitsplätze in der Event-Branche zu sichern. Mit dem Schutzschirm erlangen unsere Auftraggeber Sicherheit für die Planung von zukünftigen Veranstaltungen. In Verbindung mit dem Fixkostenzuschuss Phase 2, wo es rasch grünes Licht aus Brüssel geben muss, ist eine Rettung der Branche möglich.“

Ohne eine funktionierende Veranstaltungsbranche werden sich auch viele andere Bereiche wie Gastronomie, Reisebüros oder Hotellerie nur schwer wirtschaftlich erholen.

Gerade im Veranstaltungsbereich gibt es lange Vorlaufzeiten, ein Großteil der Arbeit findet bereits im Vorfeld statt. Die für das Jahr 2020 fehlenden Einnahmen führen in Verbindung mit den weiterlaufenden Grundkosten, wie den Tilgungsraten, zur existenziellen Bedrohung vieler Unternehmen. „Die Branche braucht diese Planungs- und Investitionssicherheit. Nur so werden auch Banken und Versicherungen im Boot bleiben“ , zeigt sich der oberste Branchensprecher Seeber überzeugt und appelliert, das „große Ganze“ zu sehen für all die vielen Existenzen hinter, neben und auf den Bühnen und Veranstaltungen, es gelte hunderte Insolvenzen und den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen zu vermeiden.

„Wir sind eine große Familie, egal ob Hotels, Gastronomie, Veranstaltungs- und Freizeitwirtschaft, Theater, Kunst und Kultur, Schausteller, Kinos, Fremdenführer, Pyrotechniker und Tanzschulen - jeder braucht und schätzt den anderen und nur gemeinsam schaffen wir es, Österreich auch weiterhin als zuverlässigen und qualitativ hochstehenden Veranstaltungsort zu erhalten und zu positionieren“, betonen Seeber und Kastner abschließend. (PWK436/ES)

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