AK zu Einwegpfand: Pfandsystem ist kein Kostentreiber!

Studie widerlegt Befürchtungen der Wirtschaft

Wien (OTS) - „Die Warnungen der Wirtschaft vor einer Kostenexplosion bei Einführung eines Einwegpfandes auf Plastikflaschen sind längst widerlegt!“, sagt Werner Hochreiter von der AK Abteilung Umwelt und Verkehr. „Eine Studie des Ministeriums zeigt auf, dass ein Pfand auf Einweg-Kunststoff-Getränkeflaschen und Dosen die kostengünstigere Maßnahme ist, um die getrennte Sammelquote von 90 Prozent zu erreichen. Dieses System ist mit 117 Mio. EUR deutlich kostengünstiger als das von der Wirtschaft favorisierte Modell, das mit 145 Mio. EUR zu Buche schlägt.“ Zudem wirke man damit auch dem achtlosen Wegwerfen entgegen.

Verbindliche Mehrwegquoten fordert die AK schon seit Jahren. Hier wie beim Pfand ist vor allem der Lebensmittelhandel gefordert. „Mit einem Einwegpfand, Mehrwegquoten und einem Beitrag der Hersteller zum Recycling von Plastikmüll liegen gute Vorschläge auf dem Tisch“, analysiert der AK-Experte. „Auf das Umweltbewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich kann man zählen, wenn klar ist, dass Pfandgebinde einfach und überall zurückgegeben werden können“, sagt Hochreiter. „Mit einem Einwegpfand schließt Österreich endlich zu jenen Ländern auf, die dieses Zukunftsthema schon längst umgesetzt haben.“

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