- 22.09.2020, 12:27:16
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ORF III im Zeichen der österreichischen Regionalgeschichte: Umfassender „zeit.geschichte“-Schwerpunkt im September/Oktober
U. a. anlässlich 100 Jahre Teilung Wien – NÖ, Kärntner Volksabstimmung und Abtrennung Südtirols sowie Schwerpunkt zu steirischer Landesregierung
Utl.: U. a. anlässlich 100 Jahre Teilung Wien – NÖ, Kärntner
Volksabstimmung und Abtrennung Südtirols sowie Schwerpunkt zu
steirischer Landesregierung =
Wien (OTS) - Mit zwölf Doku-Premieren, einem Gesprächsformat und
zahlreichen weiteren Dokumentationen steht ORF III Kultur und
Information im September und Oktober 2020 ganz im Zeichen der
bewegten Regionalgeschichte Österreichs. Denn im Herbst 2020 jähren
sich u. a. die Teilung Wiens und Niederösterreichs, die Kärntner
Volksabstimmung und die Abtrennung Südtirols von Österreich zum 100.
Mal. Weiters beleuchtet die ORF-III-Programmleiste „zeit.geschichte“
anlässlich der am 11. Oktober stattfindenden Wien-Wahl in drei
Neuproduktionen ehemalige Landespatrone der Bundeshauptstadt und
blickt anlässlich des 75. Geburtstags der ersten Landeshauptfrau
Österreichs, Waltraud Klasnic, in die Steiermark. Durch den
umfassenden Schwerpunkt führt ORF-Moderator und -Auslandschef Andreas
Pfeifer.
ORF-III-Programmgeschäftsführer Peter Schöber:
„Gerade in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, den Menschen zu
zeigen, dass unsere Republik in den vergangenen 100 Jahren zahlreiche
Krisen zu bewältigen hatte und es dennoch geschafft hat, gestärkt
daraus hervorzugehen. Daher freut es mich besonders, dem
ORF-III-Publikum in den kommenden Wochen einen umfassenden
Programmschwerpunkt zur regionalen Zeitgeschichte präsentieren zu
können. In u. a. zahlreichen Neuproduktionen wirft ORF III einen
tiefgründigen Blick auf die Historie Niederösterreichs, Wiens,
Kärntens, Tirols beziehungsweise Südtirols und der Steiermark und
porträtiert herausragende Persönlichkeiten, die diese Bundesländer in
besonderer Weise prägten. Möglich ist dieses umfangreiche
Programmangebot trotz aktuell erschwerter Produktionsbedingungen nur
durch die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren heimischen
Produzentinnen und Produzenten und unseren Partnerinstitutionen,
denen ich an dieser Stelle meinen großen Dank aussprechen möchte.“
Die ORF-III-Sendungen im chronologischen Überblick:
Samstag, 26. September
Am 10. November 1920 trat für die zwei Jahre zuvor gegründete
Republik Österreich eine neue Verfassung in Kraft. Damit erhielt auch
die ehemalige kaiserliche Reichs- und Residenzstadt Wien ihren Status
als eigenständiges Bundesland, von da an getrennt von
Niederösterreich. Die ORF-III-„zeit.geschichte“ befasst sich
anlässlich des 100. Jahrestags in einem vierteiligen Schwerpunkt mit
der Teilung Wiens und Niederösterreichs, zu dessen Beginn die
ORF-III-Neuproduktion „Getrennt, verbunden: 100 Jahre Teilung Wien –
Niederösterreich“ (20.15 Uhr) von Wolfgang Winkler auf dem Programm
steht. Der Film begibt sich, ausgehend von der Trennung vor 100
Jahren, auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der
beiden Bundesländer und erzählt so manche Anekdote über die
„Hassliebe“, die ihre Bewohner/innen und ihre politischen
Vertreter/innen manchmal verbunden hat. Weiters folgen die Dokus „Im
Dreieck der Macht“ (21.05 Uhr), „Baumeister der Republik – Andreas
Maurer“ (21.55 Uhr) und „Helmut Zilk – Ein öffentliches Leben“ (22.45
Uhr).
Samstag, 3. Oktober
Zum 100. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung, der sich am 10.
Oktober jährt, widmet sich ORF III am Samstag, dem 3. Oktober,
Kärntens jüngerer Geschichte, beginnend mit der ORF-III-Neuproduktion
„Frei und ungeteilt – 100 Jahre Kärntner Abwehrkampf und
Volksabstimmung“ (20.15 Uhr). Als im November 1918 der Erste
Weltkrieg zu Ende ging, war die Habsburgermonarchie bereits im
Untergang begriffen. Österreich-Ungarn war nicht mehr – neue Staaten
mit neuen Grenzen entstanden. So auch im Süden der einstigen
Monarchie. An den Karawanken gingen die Kampfhandlungen nahezu
nahtlos weiter. Südlich des Wörthersees rückten Truppen des neu
gegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen in Kärnten
ein – es begann der Kärtner Abwehrkampf. Der Film von Wolfgang
Winkler erzählt von einem Kärntner Jahrhundert voller Konflikte und
Zerwürfnissen, in dem das Gemeinsame dem Trennenden vorgezogen wurde.
Anschließend steht eine Neufassung der „Baumeister der
Republik“-Episode über den ehemaligen Kärntner Landeshauptmann Hans
Sima (21.05 Uhr) auf dem Programm, der u. a. zur Zeit des Kärntner
Ortstafelstreits politisch aktiv war und an dem Konflikt scheiterte.
Nach der Dokumentation „Die Kärntner Slowenen – Zwischen Widerstand,
Ausgrenzung und Ortstafelkonflikt“ (21.55 Uhr) bittet Historiker
Oliver Rathkolb unter dem Sendungstitel „zeit.geschichte im Gespräch:
Der Kärntner Ortstafelkonflikt“ (22.45 Uhr) den damals amtierenden
Staatssekretär Josef Ostermayer zum Interview. Den
Kärnten-Schwerpunkt beschließt die TV-Premiere von „Eingeschlossen.
Alliierte Kriegsgefangene im Lavanttal“ (23.00 Uhr), die sich auf die
Spuren von drei Flüchtlings- bzw. Kriegsgefangenenlagern begibt, die
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Wolfsberg in Kärnten
betrieben wurden.
Samstag, 10. Oktober
Zum 100. Jahrestag der Teilung Tirols befasst sich ein
„zeit.geschichte“-Tripel mit der dramatischen Geschichte Südtirols,
beginnend mit der Dokupremiere „100 Jahre Südtirol – Zerrissen
zwischen den Mächten“ (20.15 Uhr) von Birgit Mosser-Schuöcker. Vom
aufkommenden Faschismus nach dem Ersten Weltkrieg über die
„Feuernacht“ 1961 und dem Zweiten Autonomie-Statut bis hin zur
Gegenwart beleuchtet der Film die turbulente und leidvolle Geschichte
dieses Gebietes, das seinen Bezug zu Österreich nie verlor. Die
anschließende Neuproduktion „Silvius Magnago – Der Vater Südtirols“
(21.05 Uhr) von Wolfgang Winkler porträtiert den Obmann der
Südtiroler Volkspartei, der am 17. November 1957 auf einer
Großkundgebung auf Schloss Sigmundskron das „Los von Trient“
ausgerufen und damit das Fundament für die heutige Südtirolautonomie
gelegt hat, die vielen europaweit als Modell gilt. Eine weitere
TV-Erstausstrahlung ist 21.55 Uhr die ebenfalls von Wolfgang Winkler
gestaltete Dokumentation „Südtirol – Zwischen Bomben und Autonomie“,
über den Südtirol-Prozess gegen 91 Attentäter der „Feuernacht“.
Samstag, 17. Oktober
Knapp eine Woche nach der Wien-Wahl 2020 zeigt ORF III ab 20.15 Uhr
drei neue und von Alexander Frohner gestaltete
„zeit.geschichte“-Porträts namhafter Wiener Bürgermeister: Jakob
Reumann (20.15 Uhr) „Der rote Macher“, Karl Lueger (21.05 Uhr)
„Demagoge und Innovator“ sowie Cajetan Felder (21.55 Uhr) „Der Mann
am Ring“.
Samstag, 24. Oktober
Anlässlich des 75. Geburtstags der ersten Landeshauptfrau
Österreichs, Waltraud Klasnic (27. Oktober), steht zum Finale des
ORF-III-Schwerpunkts zur österreichischen Regionalgeschichte ein
„zeit.geschichte“-Tripel ganz im Zeichen der Steiermark auf dem
Programm. Den Anfang macht das von Roland Adrowitzer gestaltete
Porträt „Waltraud Klasnic – Die Frau Landeshauptmann“ (20.15 Uhr).
Waltraud Klasnic gehört zu den Vorreiterinnen der österreichischen
Politik. Als erste Landeshauptfrau war sie eine Pionierin ihrer Zeit,
auch wenn ihre Amtszeit von Skandalen und Unstimmigkeiten begleitet
war, etwa vom Grubenunglück von Lassing. Das Vater-Sohn-Gespann Josef
Krainer Senior und Josef Krainer Junior, das fünf Jahrzehnte lang die
Geschicke der Steiermark prägte, steht anschließend in der ebenfalls
neuen „Baumeister der Republik“-Ausgabe „Die Krainers“ (21.05 Uhr)
von Wolfgang Winkler im Fokus. Den Abschluss des
Steiermark-Schwerpunkts macht der Film „Arnold Schwarzenegger – Vom
Steirerbub zum Superstar“ (21.55 Uhr).
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