• 22.09.2020, 08:34:03
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  • OTS0013

ÖAMTC-Winterreifentest: Gute Ergebnisse für viele Modelle (+Grafik, +Fotos, +Video)

Nur zwei von 28 Reifen "nicht empfehlenswert"

Utl.: Nur zwei von 28 Reifen "nicht empfehlenswert" =

Wien (OTS) - Der ÖAMTC und seine Partner haben 15 Winterreifen für
Fahrzeuge der Kompakt- und unteren Mittelklasse (Dimension 205/55 R16
91H) und 13 für SUVs und Transporter (235/55 R17 103V) getestet.
Friedrich Eppel, Reifenexperte des Mobilitätsclubs, fasst die
Ergebnisse zusammen: "In der kleineren Dimension haben wir mit fünf
'sehr empfehlenswert' und sieben 'empfehlenswert' ein sehr positives
Gesamtergebnis. Bei den 235ern sind die Noten zwar alles in allem
ebenfalls gut, verteilen sich aber anders – hier steht ein 'sehr
empfehlenswert' gleich elf 'empfehlenswert' gegenüber." Besonders
auffällig: Schwächen auf trockener Fahrbahn verhindern bei vielen
Reifen beider Dimensionen ein besseres Ergebnis.

205/55 R16 91H – insgesamt gut, zwei fallen durch

In der Kompaktklasse-Dimension gibt es mit dem Bridgestone Blizzak
LM005, dem Michelin Alpin 6, dem Dunlop Winter Sport 5, dem Hankook
i*cept RS2 und dem Maxxis Premitra Snow WP6 fünf sehr ausgewogene
Modelle, die sich keine Schwächen leisten. "Hervorzuheben sind die
hervorragenden Nassgriffeigenschaften des Bridgestone. Nasse
Fahrbahnen sind ja gerade im Winter ein sehr häufiger Zustand",
erläutert der ÖAMTC-Experte. Bei Nässe sind auch fünf der sieben mit
"empfehlenswert" beurteilten Reifen stark unterwegs – sie wurden
allerdings, wie überhaupt alle "empfehlenswerten" Modelle dieser
Dimension, wegen leichter Schwächen auf trockener Fahrbahn
abgewertet.

Weniger gut fällt das Testergebnis für Semperit Speed-Grip 3
("bedingt empfehlenswert"), King-Meiler Winter Tact WT81 und Tristar
Snowpower HP (beide "nicht empfehlenswert") aus. Während das
ansonsten sehr ausgewogene Modell von Semperit wegen schwacher
Leistungen auf trockener Fahrbahn abgewertet werden musste, haben die
beiden "nicht empfehlenswerten" Reifen in mindestens zwei Kategorien
Probleme. Der Tristar Snowpower HP fällt bei Nässe klar durch, hat
außerdem mit Schwächen auf Schnee zu kämpfen. Der King-Meiler ist das
einzige runderneuerte Modell im Test. Eppel erklärt: "Runderneuert
bedeutet, dass die Lauffläche eines gebrauchten Reifens komplett
entfernt wird. Auf die verbleibende Karkasse wird dann in einem
speziellen Verfahren eine neue Lauffläche mit Sommer- oder
Winterprofil aufgebracht." Umweltaspekt und günstiger Preis sprechen
für den Kauf eines solchen Reifens, im Falle des King-Meiler Tact
WT81 gibt es allerdings dennoch keine ÖAMTC-Empfehlung. "Der Reifen
ist sehr schwach bei Nässe und kann auch auf trockener Fahrbahn nicht
überzeugen. Schade, denn auch die exzellenten Verschleißwerte würden
aus Nachhaltigkeits-Sicht für dieses Modell sprechen", hält der
ÖAMTC-Experte fest. Laut Hersteller wird der Tact WT81 seit Beginn
dieses Jahres mit einer neuen Mischung hergestellt, die Reifen für
den Test wurden aber (wie auch alle anderen Modelle und für den
Testablauf notwendig) bereits 2019 gekauft.

235/55 R17 103V – gutes Gesamtergebnis, kein "nicht
empfehlenswert"

Bei den 235ern ist das Gesamtergebnis mit einem "sehr
empfehlenswert", elf "empfehlenswert" und einem "bedingt
empfehlenswert" ebenfalls gut ausgefallen. Auch hier ist Michelin (in
diesem Fall mit dem Pilot Alpin 5) ein sehr ausgewogenes und daher
"sehr empfehlenswertes" Modell ohne Schwächen gelungen. Bei den mit
"empfehlenswert" beurteilten Winterreifen sind – wie in der kleineren
Dimension – überwiegend Schwächen auf trockener Fahrbahn Grund für
die Abwertung (manche Modelle haben auch in mehreren Kategorien mit
leichten Schwächen zu kämpfen). Ausnahmen gibt es auch: Dunlop Winter
Sport 5 SUV und Vredestein Wintrac Pro sind auf trockener und nasser
Fahrbahn gut, haben aber leichte Schwächen auf Schnee; der Nokian WR
Snowproof ist hingegen bei Nässe und auf Eis nicht ganz überzeugend.
Auch bei diesem Reifen gab es laut Hersteller zu Jahresbeginn eine
Umstellung der Laufflächenmischung.

Nur "bedingt empfehlenswert" ist in der SUV-Dimension der Speed-Grip
3 SUV von Semperit. Eppel erklärt: "Leichte Schwächen bei Nässe und
auf Schnee hätten noch für ein 'empfehlenswert' gereicht. Allerdings
zeigt das Modell auf trockener Fahrbahn deutlichere Schwächen, die
für den Platz am Tabellenende sorgen." Positiv anzumerken sind
hingegen die Bestwerte beim Reifenverschleiß, die sich der Speed-Grip
3 SUV mit dem ESA+TECAR Supergrip Pro teilt.

Aviso an die Redaktionen: Fotos und die Grafik findet man auch unter
www.oeamtc.at/presse. Ein Video zu dieser Aussendung steht demnächst
auf der APA-Videoplattform unter http://videoservice.apa.at im
Channel OEAMTC zur Verfügung.

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