- 19.09.2020, 10:00:03
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„profil“: Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP): die dubiose Rolle eines Betriebsrats.
Offene Fragen rund um die Freistellung der Geschäftsführerin
Utl.: Offene Fragen rund um die Freistellung der Geschäftsführerin =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen
Ausgabe berichtet, sind rund um die Freistellung der
Geschäftsführerin des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser
(KWP), Gabriele Graumann, noch einige Fragen offen. Diese betreffen
die dubiose Rolle eines KWP-Betriebsrats. Im August dieses Jahres
teilte die KWP-Chefin SPÖ-Stadtrat Peter Hacker mit, dass der
Betriebsrat „gegenüber Mitarbeiter*innen formuliert, dass ‚die
Graumann sich Prämien auszahlt, die ihr nicht zustehen‘“. Der
Betriebsrat habe eine Mitarbeiterin der Personalabteilung ersucht,
ihm Graumanns Gehaltsabrechnungen auszuhändigen. „Die Mitarbeiter*in
hat das abgelehnt, worauf Herr (…) geantwortet habe: ‚Ich habe den
Auftrag von Herrn Stadtrat Hacker zu beweisen, dass Frau Graumann
sich ungerechtfertigt Prämien auszahlt.‘“, schrieb Graumann.
Hacker weist gegenüber profil vehement zurück, jemals den Auftrag
erteilt zu haben, belastendes Material über Graumann sammeln zu
lassen: „So ein Humbug. Ich brauch ja keinen Betriebsrat, wenn ich
wissen will, was in einem Unternehmen vorgeht“.
Der betreffende Personalvertreter war beim Wiener Stadtrechnungshof
(StRH) vorstellig geworden, um „über dubiose Vorgangsweisen von
Führungskräften und Firmen“ zu berichten. Nicht zuletzt seine
Aussagen bewogen den StRH zu einer Sachverhaltsdarstellung an die
Staatsanwaltschaft über mögliche Malversationen im KWP. Als die
Aktivitäten des Betriebsrats im KWP bekannt wurden, wurde ihm im Juli
2020 gekündigt. Wenige Tage später musste die Kündigung auf Hackers
Weisung zurückgezogen werden.
Gegenüber dem KWP-Vorstand argumentierte Hacker am vergangenen
Mittwoch die Dienstfreistellung Graumanns einerseits mit den
Erhebungen der Behörden, andererseits mit der Kündigung, über die ihn
– seiner Ansicht nach – die KWP-Chefin hätte informieren müssen. Die
Vorstände nickten Hackers Vorschlag mit nur einer Gegenstimme ab,
nämlich jener von NEOS-Gemeinderat Markus Ornig: „Außer ein paar
konstruierten Vorwürfen von Stadtrat Hacker gegen Geschäftsführerin
Graumann konnte ich keine echte Dringlichkeit für diesen drastischen
Schritt erkennen“, sagt Markus Ornig der KWP-Vorstand.
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