- 14.09.2020, 11:45:55
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Offensive für Direktvermarkter und Bauernmärkte
LH-Stellvertreter Pernkopf/Mayer/Höfinger: Corona zeigt, Landwirtschaft ist unverzichtbar und systemrelevant
Utl.: LH-Stellvertreter Pernkopf/Mayer/Höfinger: Corona zeigt,
Landwirtschaft ist unverzichtbar und systemrelevant =
St. Pölten (OTS/NLK) - In Niederösterreich gibt es derzeit rund
10.000 Direktvermarkter, das heißt jeder achte bäuerliche Betrieb
bietet seine Produkte direkt am Hof oder auf einem Bauernmarkt an.
Diesen Trend wollen das Land Niederösterreich und die
Landwirtschaftskammer Niederösterreich fördern. Im Zuge der heutigen
Pressekonferenz präsentierte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit
Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr und dem Obmann des
Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter Johann Höfinger
aktuelle Maßnahmen: „Denn die Corona-Krise zeigt, wie wichtig die
Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln ist, und dass die
Landwirtschaft unverzichtbar und systemrelevant ist“, betonen alle
drei.
Finanzielle Unterstützung gibt es gleich in zweifacher Form: Erstere
ist die „Digitale Vermarktungsoffensive“. „Besonders während und seit
dem Lock-Down boomen digitale Vertriebswege, Webshops und
Bestellservices. Das wollen wir nützen und unsere bäuerlichen
Betriebe dabei unterstützen“, erklärt Pernkopf. Gefördert werden neue
Online-Auftritte, Webseiten und Online-Shops für „So schmeckt NÖ“,
„Gutes vom Bauernhof“ od. „Top-Heuriger“-Betriebe mit bis zu 50
Prozent der Kosten oder max. 1.000 Euro. „Damit nicht nur Amazon &
Co. zu den Gewinnern gehören, sondern auch unsere bäuerlichen
Betriebe profitieren können“, sagt Pernkopf. Und Mayr betont weiter:
„In den letzten Monaten haben die Bäuerinnen und Bauern einmal mehr
bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann. Sie haben auf vielen
verschiedenen Wegen ihre Produkte weiterhin angeboten und durch
Initiativen und viele kreative Ideen im Bereich Direktvermarktung
dafür gesorgt, dass die Bevölkerung lückenlos mit frischen
Lebensmitteln versorgt wird.“
Für Neueinsteiger in die Direktvermarktung zahle sich ein Beitritt
zum Landesverband für bäuerliche Direktvermarkter aus, ist Höfinger
überzeugt und sagt: Der Verband bündelt mit seinen 750 Mitgliedern
die bäuerlichen Direktvermarktungsbetriebe und ist damit bei allen
Richtlinien-, Kontroll- und Marketingfragen der erste
Ansprechpartner.“
Zweitere ist die „COVID-19 Investitionsprämie“, die Bundesministerin
Elisabeth Köstinger vor kurzem präsentiert hat: Mit sieben Prozent
Förderung für Investitionsprojekte wie Ab Hof Läden, und 14 Prozent
bei Investitionen in Digitalisierung und Ökologisierung ist sie
besonders für Direktvermarkter interessant. Die Prämie gilt
zusätzlich zur schon bestehenden Investitionsförderung im Rahmen der
Ländlichen Entwicklung. „Dort reden wir in Niederösterreich bisher
schon von rund 1.500 Projekten pro Jahr, das sind durchschnittlich
rund drei Projekte pro Gemeinde. Alleine durch die neue
COVID-Investitionsprämie erwarten wir uns 500 zusätzliche
landwirtschaftliche Projekte und 100 Millionen Euro zusätzliche
Investitionen in Niederösterreich“, fasst Pernkopf zusammen.
Wer in Niederösterreich einen Bauernmarkt besuchen möchte, kann
derzeit aus 120 verschiedenen Angeboten wählen. Um den Überblick für
die Konsumentinnen und Konsumenten zu erhöhen, startet das Land
Niederösterreich die „Bauernmarkt Initiative“: Unter
www.soschmecktnoe.at gibt es dem Bauernmarkt-Finder, der schnell und
einfach das Angebot in der Region abbildet. Im Vergleich zum Vorjahr
stieg die Anzahl der Bauernmärkte um 20 an – diesen Trend unterstützt
das Land ebenfalls: Für Gemeinden gibt es einen neuen Leitfaden, in
welchem rechtliche Fragen erklärt werden. „Dadurch erhoffen wir uns,
dass mehr Gemeinden einen eigenen Bauernmarkt schaffen“, betont
Pernkopf.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen startet auch die Initiative „NÖ
Bauernmarkt-Shopping“. Dabei können Kundinnen und Kunden ihre
Bauernmarkt-Rechnung einsenden und so jede Woche einen
100-Euro-Gutschein von „Gutes vom Bauernmarkt“ gewinnen. Verstärkt
werden heuer auch alle Informations- und Beratungsangebote der
Landwirtschaftskammer zum Einstieg in die EU-notifizierte Qualitäts-
und Herkunftssicherungsrichtlinie (QHS): „Das Qualitätssiegel der
Landwirtschaftskammern ‚Gutes vom Bauernhof‘, das für garantiert
bäuerliche Direktvermarktung steht, wird als eines der ersten
Projekte mit EU-weit anerkannten Qualitäts- und
Herkunftssicherungsrichtlinien ausgebaut. Mit der Weiterentwicklung
und Anerkennung von ‚Gutes vom Bauernhof‘ zum staatlich anerkannten
Zeichen für Qualität und Herkunft für bäuerliche Direktvermarktung,
sollen echte bäuerliche Betriebe noch deutlicher von
Trittbrettfahrern zu unterscheiden sein“, erklärt Mayr.
Auch Höfinger setzt auf Qualitätsprogramme: „Ich empfehle den
Direktvermarktungsbetrieben, sich an ihnen zu beteiligen, um alle
Vorteile nutzen zu können und gegenüber den Kunden sichtbar zu
machen, dass ihre Lebensmittel garantiert bäuerlich sind.“
Weitere Informationen: Büro LH-Stellvertreter Pernkopf, DI Jürgen
Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail [email protected]
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