- 09.09.2020, 11:06:25
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Grüne Margareten: Supergrätzel um den Siebenbrunnenplatz – Lebensqualität in dicht besiedelten Wohngebieten
Die Grünen Margareten stellen die dicht besiedelten Wohngebiete in den Mittelpunkt ihres Zukunftskonzepts. Mit dem „Supergrätzel Siebenbrunnenplatz“ wollen die Grünen eine Verkehrsberuhigung und Begrünung der Gassen rund um den Siebenbrunnenplatz und Maßnahmen gegen die zunehmende Hitze erreichen. „Mit dem Modell des Supergrätzels Siebenbrunnenplatz wollen wir mehr Lebensqualität in die Wohngebiete des fünften Bezirks bringen“, so Spitzenkandidat Thomas Kerekes. Nach dem ersten Grünen Supergrätzl im Gebiet um den Siebenbrunnenplatz soll das Modell auf den ganzen Bezirk ausgeweitet werden.
In den Gassen und schmalen Seitengassen, wo heute Asphalt und Autos dominieren, sollen Bäume, Pflanzen, Beschattungen und Fassadenbegrünungen das Wohlbefinden steigern und den Auswirkungen des Klimawandels entgegenwirken. Eine faire Verteilung der Verkehrsfläche soll mehr Raum und mehr Bewegungsfreiheit für Menschen schaffen. Eine gute Einsehbarkeit und Orientierung in den Gassen sowie eine optimale Beleuchtung soll das Sicherheitsempfinden bei Dunkelheit entscheidend verbessern. Mehr Platz für Fußgängerinnen, familienfreundliche und sichere Radwege finden sich im Konzept ebenso wie eine durchgängige Barrierefreiheit.
Eine intelligente Verkehrsberuhigung soll der Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Lärm, Feinstaub und bodennahem Ozon entgegenwirken. Angelehnt an die Ideen der Superblocks in Barcelona wird der Durchzugsverkehr unterbunden und an den Rand des Grätzels verlagert. Anrainer*innen, Einsatzfahrzeuge, Müllabfuhr, Lieferdienste, etc. können weiterhin zufahren. Jedes Gebäude bleibt erreichbar. Der Kfz-Verkehr wird mit Einbahnschleifen und Diagonalsperren auf derselben Seite wieder aus dem Gebiet herausgeführt, von der er eingefahren ist. Das Durchfahren wird durch Diagonalsperren an Kreuzungen verhindert.
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch eine Studie von der TU-Wien. "Menschen vor Autos - das ist ein Blick auf den öffentlichen Raum, der eine neue Perspektive einnimmt. Wenn die trockenen Ideen der Verkehrsplaner entsprechend umgesetzt werden, dann wird die Stadt lebendig und plötzlich stehen die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Ziel ist eine menschengerechte, urbane Stadt," so Harald Frey, Autor der Studie.
Margareten ist laut Hitzekarte einer der heißesten Bezirke in Wien – er ist auch der am dichtesten besiedelte Bezirk in der ganzen Stadt. Sozioökonomisch ist der Bezirk benachteiligt: geringe Frauenbeschäftigungsquote, hoher Migrationsanteil bei der Wohnbevölkerung und niedrige Einkommen. Aufgrund des U-Bahn-Ausbaues, des Umbaus der Reinprechtsdorferstraße und der Neugestaltung des Siebenbrunnenplatzes steht Margareten vor großen Veränderungen, die städtebaulich genutzt werden können.
Die Viertelstundenstadt
Den neu gewonnenen Raum mit sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Angeboten zu füllen, das ist die Idee der Viertelstundenstadt. Die Viertelstundenstadt bietet eine hohe Dichte und große Vielfalt an kommerziellen wie nichtkommerziellen Angeboten und sozialen, kulturellen, medizinischen und gesundheitsbezogenen Einrichtungen. Sie sind die Mittelpunkte des urbanen Lebens und bilden ein dichtes Netz an funktionsgemischten Zentren, machen die Stadt lebenswerter und in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht robuster.
"Es braucht eine Rückbesinnung auf den menschlichen Maßstab bei der Planung einer Stadt. Den Maßstab der menschlichen Bedürfnisse. Eine menschengerechte Stadt des guten Lebens bedeutet letztlich auch, dass Menschen tatsächlich im Mittelpunkt stehen – eine Stadt, die ihren Menschen gerecht wird und nicht alleine den Autos", so Judith Pühringer, Sozial- und Arbeitsmarktexpertin und Nummer 3 der Grünen für den Wiener Gemeinderat.
Neben dem Modell der Supergrätzl stellen die Grünen aus Margareten zwei weitere Projekte vor. Unter dem Motto „Mehr Lebensqualität – mehr Grün - mehr Raum für Menschen“ wurden Konzepte für die Margaretenstraße und die Pilgramgasse entwickelt.
"Unsere Ideen für innovative Verkehrskonzepte, für mehr Lebensqualität, mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und eine durchgängige Barrierefreiheit liegen praktisch fertig am Tisch. Diese Visionen wollen wir Realität werden lassen und so eine nachhaltige Veränderung schaffen. Das Mitspracherecht der Bezirksbewohner*innen, also den Wünschen der Margaretner*innen Gehör zu schenken, steht dabei für uns im Zentrum," so Thomas Kerekes abschließend.
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