Ernst-Dziedzic: Zerreißen einer Regenbogenfahne als Symbol der LGBTIQ-Community ist inakzeptabel

Grüne rufen zur überparteilichen Kundgebung auf

Wien (OTS) - „Hetze ist keine Meinungsfreiheit. Hass gegenüber LGBTIQ Personen muss mit allen Mitteln der Demokratie bekämpft werden, damit er nicht zum schleichenden Gift unserer Gesellschaft wird“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, Vizeklubchefin und Menschenrechtssprecherin der Grünen, und weiter: „Das Zerreißen einer Regenbogenfahne als klares Symbol dieser Community ist inakzeptabel. Ich glaube nicht, dass hier etwas verwechselt wurde, denn Homo, - und Transphobie sind feste Bestandteile der rechtsextremen Szene, die auf der Covid-Demo der sogenannten Querdenker stark vertreten war. Auch ist die Gleichsetzung von LGBTIQ mit Pädophilie ist als ein altes Diffamierungsmuster bekannt und wurde hier wohl nicht zufällig bedient.“

Nachdem bei der Kundgebung der „Querdenker“ am Samstag den 5.9.2020 medienwirksam auf offener Bühne eine Regenbogenfahne zerrissen wurde, gingen danach die Wogen hoch. Zu Recht, sagt Ernst-Dziedzic: „Dass die VeranstalterInnen nicht die Regenbogenfahne als solche erkennen, ist unwahrscheinlich. Ich erwarte eine unmissverständliche Klarstellung von der Gruppe, die die Kundgebung zu verantworten hat, samt Erklärung, wie es dazu kommen konnte. Sie sollten sich in aller Form bei der LGBTIQ Community entschuldigen. Außerdem ist eine dezidierte Richtigstellung von Jennifer Klauninger – sie hat die Fahne zerrissen – notwendig." Letztgenannte sei nämlich für ihre Sympathien gegenüber den "Identitären" und sonstigen rechtsrechten Gruppen bekannt. Diese machten oft keinen Hehl aus ihrer LGBTIQ- Feindlichkeit.

Aufgrund der Vorkommnisse am Samstag wurde von Ewa Ernst-Dziedzic für heute Abend kurzfristig die Demonstration „Dem Hass keinen Platz“ angemeldet. Diese ist breit aufgestellt und überparteilich. „Neben zahlreichen Organisationen wie „Ausgesprochen: LGBTI LehrerInnen“, der HOSI Wien oder Vienna Pride sind auch zahlreiche Parteien mit dabei und das ist gut so, denn es hier um ein klares, gemeinsames Zeichen gegen Hass und Hetze“, so die Organisatorin und Versammlungsleiterin.

Kundgebung: Dem Hass keinen Platz
Montag, 7.9.2020, 19 bis 21 Uhr
Platz der Menschenrechte
1070 Wien

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