SPÖ-Kopietz: Beschämende Politik Blümels auf dem Rücken hilfsbedürftiger Kinder

Christlich-soziales Gewissen zerschellt wegen 100 minderjährigen Flüchtlingen - sinnbildlich für doppelbödige ÖVP-Ausländerpolitik

Wien (OTS/SPW) - „Zwischen der Wiener ÖVP unter ihrem Obmann Gernot Blümel und der FPÖ sowie dem Team Strache passt in Sachen Flüchtlinge nicht einmal mehr ein Blatt Papier. Das unterstreichen die jüngsten Aussagen Blümels zu dem von SPÖ, Grünen und Neos getragenen Beschluss des Wiener Landtages, 100 Kinder aus den griechischen Flüchtlingslagern in Wien aufzunehmen - analog zur Haltung anderer EU-Länder. Die diesbezügliche unter fadenscheinigen Gründen erfolgte Absage Blümels und seiner Partei sind eine moralische Schande. Das einst so gepriesene christlich-soziale Gewissen der ÖVP zerschellt einmal mehr an gelebter Inhumanität“, erklärte der Wiener SPÖ-Gemeinderat Harry Kopietz in einer Stellungnahme zu den Äußerungen Blümels.****

Dass sich die ÖVP immer mehr den politischen Inhalten der FPÖ beim Thema Ausländer annähert, ist nicht neu, so Kopietz. Doch nun habe Blümel mit seiner Wortwahl den Rubikon der Toleranz überschritten. Kopietz: „Hier wird auf dem Rücken hilfloser und hilfesuchender Kinder politisches Kleingeld geschlagen. In Wien werden jährlich nahezu 20.000, in Österreich rund 85.000 Kinder geboren. Da kann doch die einmalige Aufnahme von 100 leidtragenden Kindern den Staat bzw. die Stadt nicht ins Wanken bringen“, hob Kopietz hervor.

„Wie doppelbödig die Ausländer- und Asylpolitik der ÖVP ist, unterstreicht auch die Tatsache, dass die ÖVP und ihr Obmann Kurz sowie ihnen nahe stehende Wirtschaftskreise auf eine möglichst rasche Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU drängen," führte Kopietz weiter aus. Damit würden wieder Zehntausende Arbeitskräfte in einen Verdrängungswettbewerb mit den hier bereit länger tätigen ausländischen Arbeitskräften treten. "Als billige, nicht selten ausgebeutete Arbeitskräfte, sind Ausländer einerseits willkommen. Andererseits müssen sie bei Bedarf für das Wien-Bashing von ÖVP und FPÖ herhalten“, kritisierte der SPÖ-Politiker.

„Wer die Berichte und Bilder aus den hoffnungslos überfüllten Flüchtlingslagern auf griechischen Insel und das dort herrschende erbärmliche Elend nur einigermaßen verfolgt, der kann nicht kaltschnäuzig über diese Tragödie hinwegsehen. Blümel betreibt eine herzlose Politik der Sonderklasse, wenn er 100 dieser hilfebedürftigen Kinder aus wahltaktischen Gründen die Chance auf eine lebenswerte Zukunft verweigert“, schloss Kopietz. (Schluss)

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