- 26.08.2020, 10:22:29
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Schnabl/Kucharowits/Renner/Nagel zur Schließung der Agrana-Zuckerfabrik: „Voller Einsatz für Beschäftigte und Region!“
BM Köstinger und LHStv. Pernkopf gefordert, alle Möglichkeiten des Verbleibs auszuloten
Utl.: BM Köstinger und LHStv. Pernkopf gefordert, alle Möglichkeiten
des Verbleibs auszuloten =
St. Pölten/Leopoldsdorf (OTS) - Bürgermeister Clemens Nagel sieht in
der Entscheidung der Agrana den Standort in Leopoldsdorf zu schließen
eine "Katastrophe für die Marktgemeinde Leopoldsdorf im Marchfelde
und die gesamte Region": „150 Voll- und 100 Kampagnenarbeitsplätze
gehen damit verloren, viele Familien werden hart getroffen. Außerdem
bedeutet es eine eklatante finanzielle Einbuße für die Gemeinde. Bis
zu 300.000 Euro an Kommunalsteuer fehlen damit noch zusätzlich zu den
Corona-bedingten Einbrüchen bei Kommunalsteuer und Ertragsanteilen.“
LHStv. Franz Schnabl sieht Bundesministerin Köstinger und LHStv.
Pernkopf gefordert, das Gespräch und Wege zu suchen, die die
Arbeitsplätze in der Region erhalten: „Es ist eine Frage der
Selbstversorgung Österreichs mit Zucker solche Produktionen im Land
zu halten.“ Auch der Umweltgedanke dürfe dabei nicht unerwähnt
bleiben. „In Brasilien wird für die Anbauflächen Regenwald gerodet“,
meint Schnabl: „Wir hätten die Versorgung Österreichs nicht mehr
selbst in der Hand. Die „grüne Lunge“ der Welt in Südamerika wird
weiter dezimiert und der negative ökologische Fußabdruck von Zucker
würde sich, durch die weite Anlieferung, mit einem Mal stark
vergrößern.“ Ein breit angelegter Nachdenk- und Gesprächsprozess, der
alle Eventualitäten mit einbezieht, sei nun das Gebot der Stunde –
von Kurzarbeits-Varianten bis hin zu staatlich gestützten Zukäufen
von Zuckerrüben.
Nationalrätin Katharina Kucharowits weiß um die Sorgen und Nöte
vieler Beschäftigter und deren Familien: „Sollten seitens des Bundes
und Landes tatsächlich keine Mittel und Wege mehr gefunden werden,
die Schließung abzuwenden, stellt dies für viele Menschen in der
Region eine Tragödie dar. In einer Zeit, in der Arbeitsplätze ohnehin
durch Corona verloren gehen, muss die Rettung oberste politische
Priorität genießen.“
Auch die Präsidentin des NÖ Landtags LAbg. Karin Renner,
SPÖ-Bezirksvorsitzende des Bezirks Gänserndorf sieht einen schweren
Schlag für die Region: „Der Abzug eines derart großen Betriebs ist
ein schwerer Schlag für die Gemeinde Leopoldsdorf und die gesamte
Region. Das letzte – von der Unternehmensführung eingeräumte –
Zeitfenster muss von der verantwortlichen Landwirtschaftsministerin
und ihrem Pendant im Land NÖ nun genutzt werden, um ein Fiasko für
eine ganze Region abzuwenden. Voller Einsatz für die Beschäftigten
und das Marchfeld ist gefragt.“
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