Höhere Preise trotz Mehrwertsteuer-Senkung

Thomas Rasch(FCG-Wien)über den schlechten Dienst am Kunden: „Gastronomie kassierte zweimal und sorgte damit für hohe Juli-Inflationsrate!“

Wien (OTS) - Die gut gemeinte Mehrwertsteuer-Senkung für die heimische Gastronomie hat eine neue Facette bekommen. Mit der Senkung auf 15 Prozent für Getränke und fünf Prozent für Speisen verzichtet die Regierung auf rund 700 Millionen Euro Einnahmen. Sie hat den Geldwert als Unterstützung für die schwer angeschlagenen Wirte zur Verfügung gestellt. Als direkte Hilfe, weil die Verkaufspreise ja für die Konsumenten gleich hoch bleiben sollten. „Dass sich dann aber die Wirte noch ein zusätzliches Körberlgeld gemacht haben, indem sie ihre Preise saftig erhöht haben, war jedenfalls nicht im Sinne der Erfinder“, kritisiert Thomas Rasch, der Wiener FCG-Vorsitzender und Kandidat zur kommenden Wiener Gemeinderatswahl.

Selbstbedienung

Dass sich die Wirtschaft nur langsam von den Folgen der Pandemie erholt, liegt auf der Hand, dass aber die Inflation im Juli auf 1,7 Prozent geklettert ist, das ist schon eine genaue Betrachtung wert. Die extremen Preissteigerungen sind nämlich zur Hälfte auf Wohnkosten und auf Restaurantbesuche zurückzuführen. „Während sich etwa die höheren Hotelkosten mit 0,4 Prozent im Rahmen hielten, gehören Restaurants mit einem kräftigen Preisanstieg von 3,7 Prozent trotz der Hilfen durch die Mehrwertsteuersenkung im Juli zu den größten Preistreibern“, kritisiert Rasch.

Dienst am Kunden?

Die vielen Stammgäste, die unter Corona-Bedingungen ihrem Wirt die Treue gehalten hatten, sind dann gleichsam mit höheren Preisen dafür bestraft werden. Das sei wahrlich kein Glanzlicht in der sonst gepriesenen Gastfreundschaft der Gastro-Branche.

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