PVÖ-Kopietz: Ärgste Befürchtungen über türkisblaue AUVA-Reform Realität

Ärztehilferuf: Bald können keine Schwerstverletzten mehr im Lorenz-Böhler-Krankenhaus behandelt werden – Zahlreiche SeniorInnen betroffen - Regierung zum Handeln aufgefordert Ärztehilferuf: Bald können keine Schwerstverletzten mehr im Lorenz-Böhler-Krankenhaus behandelt werden – Zahlreiche SeniorInnen betroffen - Regierung zum Handeln aufgefordert

Wien (OTS) - „Nun bestätigt die Realität die ärgsten, auch vom Wiener Pensionistenverband (PVÖ) ausgesprochenen Befürchtungen im Zusammenhang mit der von der vormaligen ÖVP-FPÖ-Regierung unter Bundeskanzler Kurz durchgepeitschten Reform der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Der neuerliche Hilferuf u.a. renommierter Ärzte sowie weiterer Mitarbeiter des Lorenz-Böhler-Krankenhauses, dass dort bald keine Schwerstverletzen u. a. auch wegen des vorgesehen Wegfalls des Schockraums mehr behandelt werden können, muss ein Weckruf an die derzeitige Bundesregierung zu einer Reform der alten Reform sein“, erklärte der Landespräsident des Wiener Pensionistenverbandes (PVÖ) Harry Kopietz. ****

Kopietz wies einmal mehr darauf hin, dass auch zahlreiche ältere Menschen nach folgenschweren Unfällen etwa durch Stürze und die dadurch verursachten, nicht selten komplizierten Knochenbrüche davon betroffen wären. Kopietz: „Diese müssen offensichtlich in Zukunft in anderen Spitälern mit deren ohnehin an der Grenze ihrer Ressourcen arbeitenden Ausstattung statt in dem renommierten Unfallspital versorgt werden. Zu Recht äußern Ärzte Befürchtungen, dass die Neuordnung die Unfallversorgung zu einer kaum mehr zu bewältigenden Herausforderung werden lasse“. „Das alles nur, so Kopietz, „weil Kurz und Co. sich bei ihrer Unternehmerklientel durch eine Beitragssenkung in der Höhe von Hunderten Millionen Euro einen weißen Fuß machen wollten und damit gewissermaßen im Tausch Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung eingehandelt haben. Die AUVA-Reform hat eine Umverteilung, aber in die falsche Richtung gebracht“, kritisierte Kopietz.

„Die nunmehrige türkis-grüne Regierung ist jedenfalls zum Handeln aufgefordert“, so Kopietz weiter. Er befürchte allerdings, so der SeniorInnenvertreter, dass sich die nunmehrige Kurz-Kogler-Koalition auch dabei wie bei so vielen anderen schlechten Entscheidungen von Türkis-blau taub stellen werde. Vor allem sei das einmal mehr von den Grünen zu befürchten, die den damaligen Beschluss über die AUVA-Reform noch heftig kritisiert und u. a. allein als Wahlzuckerl für Konzerne bezeichnet haben. Ihr derzeitiges lautstarkes Schweigen zu der miserablen Situation um das Lorenz-Böhler-Krankenhaus ist einmal mehr ein Beleg, dass die sonst auf ihre Grundsätze so bedachten Grünen in der Koalition mit der ÖVP selbst noch im Liegen umfallen“, schloss Kopietz. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Landesorganisation Wien
01 319 40 12
wien@pvoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001