Humanitäre Hilfe für Beirut: Die Rolle der Zivildiener

Bundesministerin Elisabeth Köstinger im Gespräch mit Hilfswerk Zivildiener

Wien (OTS) - Am 19. August ist „Welttag der Humanitären Hilfe“. Die österreichische Organisation Hilfswerk International leistet humanitäre Hilfe in diversen Krisengebieten rund um den Erdball. Unter anderem im von der Explosionskatastrophe verheerten Beirut. Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger überzeugte sich im Rahmen eines Besuchs beim Hilfswerk International von der wichtigen Rolle der Zivildiener in derartigen Notsituationen: „In Krisenregionen sind Menschen sehr oft auf humanitäre Hilfe angewiesen. Österreich leistet verlässlich und seit vielen Jahren Unterstützung, auch mit der Hilfe von Zivildienern. Der ‚Welttag der Humanitären Hilfe‘ ist eine gute Gelegenheit, um dafür DANKE zu sagen. Unsere Zivildiener helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Zivildiener vor den Vorhang

„Als die Leiterin unseres Außenbüros im Libanon, Mireille Karaky, uns per WhatsApp nach den Explosionen in Beirut kontaktierte, wurde es plötzlich hektisch bei uns im Büro in Wien“, erzählt der 19-jährige Benjamin Raumauf, derzeit Zivildiener beim Hilfswerk International. Seit mehr als acht Monaten unterstützt er das Team in Wien bei der Vorbereitung und Durchführung humanitärer Hilfsprojekte nach Naturkatastrophen oder im Gefolge kriegerischer Auseinandersetzungen. Er und seine Zivildienstkollegen unterstützen bei Verwaltungsarbeiten, Sachspenden-Logistik, Telefon- und Journaldienst, sie erledigen Hilfsdienste bei Benefizveranstaltungen sowie Botengänge.

„Ich war selbst im Laufe der letzten Monate oft in Kontakt mit Mireille. Auch wenn ich sie persönlich leider nie kennengelernt habe, war die Sorge um sie, unser Team im Libanon und deren Familien natürlich groß. Aber für Sorge war dann gar nicht so viel Zeit, denn schnell war klar: Wir werden die Menschen in Beirut rasch, unkompliziert und zielführend unterstützen.

Einblicke in internationale Hilfsprojekte

Nach Katastrophen wie jener in Beirut stehen in einer ersten Projektphase lebensrettende Maßnahmen im Vordergrund, also z. B. die Bergung von Menschen oder medizinische Notversorgung. In der darauffolgenden zweiten Phase, in der wir uns derzeit in Beirut befinden, geht es um die Wiederherstellung wichtiger öffentlicher Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen, aber auch von privatem Wohnraum. In einem dritten Schritt gelten alle Bemühungen der wirtschaftlichen Erholung sowie der (Wieder-)Herstellung von Resilienz.

„Für mich war es besonders aufregend zu sehen, wie schnell alles geht. Von der Bedarfserhebung in Beirut, der konkreten Projektplan-Erstellung bis zum Fundraising konnte ich als Zivildiener bei allen Handgriffen helfend mitwirken. Ich bin dankbar, Teil dieser gut funktionierenden ‚Hilfskette‘ sein zu dürfen“, beschreibt Raumauf seine Erfahrung der vergangenen Wochen.

Zivildiener „entlasten enorm

Stefan Fritz, Geschäftsführer vom Hilfswerk International: „Wir können uns glücklich schätzen, jedes Jahr aufs Neue von derart motivierten und sympathischen Zivildienern unterstützt zu werden. Ihre Tätigkeiten entlasten uns enorm. Als Teil des Hilfswerk-Teams helfen sie mit, Menschen in Not rasch und in guter Qualität beizustehen. Ich bin Benjamin und seinen Kollegen sehr dankbar für ihr Engagement in den letzten Monaten“, so Fritz.

Hilfswerk International

Hilfswerk International ist eine in Österreich beheimatete und weltweit tätige Hilfsorganisation, die seit 1978 Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe leistet. Wir stehen Menschen in Krisensituationen bei, verbessern Lebensbedingungen und schaffen neue Perspektiven. Als Teil der Hilfswerk-Familie unterstützt Hilfswerk International benachteiligte Familien in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales, Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung. Hilfswerk International hilft Menschen dabei, ihre eigenen Potentiale (wieder) zu entfalten, und stärkt diese langfristig.

Seit 2006 sind wir im Libanon tätig und unterstützen dort Flüchtlinge und libanesische Familien aus einkommensschwachen Verhältnissen.

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