• 17.08.2020, 09:24:52
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  • OTS0012

ÖAMTC: Im Vorjahr 41 Unfälle während L17-Ausbildungsfahrten

Worauf L17-Fahranfänger und ihre Begleiter achten sollten – Fahrtechnik-Tipps

Utl.: Worauf L17-Fahranfänger und ihre Begleiter achten sollten –
Fahrtechnik-Tipps =

Wien (OTS) - Führerscheinausbildung mit L17 boomt: 81.943
Österreicher haben laut Statistik Austria im Jahr 2019 den
B-Führerschein erworben, 32 Prozent davon die L17-Ausbildung
absolviert. Im Burgenland und in Niederösterreich fährt sogar jeder
zweite Fahrschüler mit einem L17-Ausbildungstaferl – gefolgt von
Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg. In Wien ist nur
jeder Zehnte als L17-Fahrschüler unterwegs. Die ersten Kilometer
hinter dem Steuer sind bekanntlich die schwierigsten und werden nicht
selten zur Nervenprobe für Fahranfänger und ihre Begleiter.
Sicherheit ist bei den Vorbereitungsfahrten oberstes Gebot, denn im
Jahr 2019 ereigneten sich während L17-Ausbildungsfahrten 41 Unfälle
mit Personenschaden (Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung durch die
ÖAMTC-Unfallforschung). "Übung macht den Meister – dies gilt auch für
die Begleiter eines L17-Anwärters", so Roland Frisch,
Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Damit die ersten
Fahrversuche sicher und stressfrei für alle Beteiligten ablaufen,
gilt es auf einige Punkte zu achten: "Wichtig ist, die Abstände zum
Vordermann entsprechend großzügig zu gestalten, um im Notfall genug
Spielraum für Bremsmanöver zu lassen. Außerdem sollten Begleiter des
Führerscheinwerbers in ihrem Übungsauto ausprobieren, wie es
reagiert, wenn sie während der Fahrt die Handbremse ziehen bzw. die
Taste der elektrischen Feststellbremse betätigen", empfiehlt Frisch.
Er betont: "Das muss natürlich in einem sicheren Umfeld getestet
werden, wo nichts passieren kann. Im Ernstfall hat der L17-Begleiter
auf der Straße nämlich nur einen Versuch."

Vorbereitungstraining für die L17-Ausbildung für Eltern und
Begleiter

Um die ersten Fahrversuche sicher zu gestalten, bietet die ÖAMTC
Fahrtechnik österreichweit spezielle Vorbereitungstrainings für die
L17-Ausbildung an. Das Angebot richtet sich an Eltern oder andere
Personen, die Führerschein-Neulinge im Zuge des L17 begleiten
möchten. "In drei rund 50-minütigen Einheiten geben wir Tipps und
Tricks, um sowohl die Führerschein-Anwärter als auch ihre Betreuer
bestmöglich auf die Übungsfahrten vorzubereiten", erklärt
Fahrtechnik-Experte Frisch. Auf dem Programm stehen in Theorie wie
Praxis das Thema Fahrsicherheit – mit Übungen unter Anweisung eines
Fahrtechnik-Instruktors: das Bewältigen eines Slalom-Parcours,
korrekte Kurventechnik, Notbrems- sowie Ausweichmanöver und die
Schleuderplatte. "Wir rücken dabei das richtige Verhalten sowohl für
Fahrer wie Betreuungspersonen in den Fokus. Auch auf das Eingreifen
vom Beifahrersitz aus wird speziell eingegangen. Unsere
Trainingsareale bieten die perfekte Gelegenheit im geschützten Rahmen
zu trainieren, damit im Straßenverkehr dann auf den weiteren
Kilometern nichts schiefgeht", so Frisch. Die Instruktoren der ÖAMTC
Fahrtechnik geben den Kursteilnehmern wichtige Infos und praktische
Tipps, z. B. zur Sitzposition des Beifahrers oder wie man mit der
elektronischen Handbremse umgeht, damit bei Fehlreaktionen rasch
eingegriffen werden kann.

ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum in Teesdorf bietet
Verkehrsübungsplatz

Aller Anfang ist schwer – der Verkehrsübungsplatz im ÖAMTC
Fahrtechnik Zentrum Teesdorf bietet die Möglichkeit, ein Gefühl für
das Auto im sicheren Umfeld zu bekommen. Insbesondere für
Führerschein-Neulinge bietet sich der Verkehrsübungsplatz zum
Trainieren an. Übungen wie Kurvenfahren, Einparken, Anfahren am Berg,
Reversieren und vieles mehr ist auf der Strecke möglich. Der
Verkehrsübungsplatz steht Autofahranfängern ab 15,5 Jahren in
Begleitung eines Führerscheinbesitzers offen. Auch im Zusammenhang
mit der L17-Führerscheinausbildung ist das Gelände optimal. Weitere
Infos dazu unter: www.oeamtc.at/fahrtechnik.

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