Schnabl/Renner/Nagel: Standort der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf muss erhalten bleiben

SPÖ NÖ kritisiert Untätigkeit der ÖVP in Niederösterreich

St. Pölten/Leopoldsdorf (OTS) - „Die gute Nachricht ist, die Zuckerkampagne an den Standorten der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld und Tulln scheinen für dieses Jahr gesichert zu sein. Die schlechte Nachricht: Die Fortführung der Produktion ab 2021 in Leopoldsdorf scheint allerdings mehr fraglich. Hinter den Kulissen mehren sich die Gerüchte nach einer Schließung dieser Fabrik nach der Kampagne 2020“, erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender, LHStv. Franz Schnabl.

Es ärgert den Landespolitiker, dass die ÖVP NÖ hier völlig untätig geblieben sei, obwohl die SozialdemokratInnen ein Paket zur Rettung des Standortes Leopoldsdorf im Marchfeld entwickelt haben – etwa mit dem Angebot von Kurzarbeit und Förderungen für den Rübenanbau. „Seit Monaten bemühen sich Bürgermeister Clemens Nagel, LT-Präsidentin Karin Renner, Nationalrätin Katharina Kucharowits und ich gemeinsam auf verschiedenen Ebenen um den Erhalt der Zuckerproduktion am Standort Leopoldsdorf im Marchfeld. Es geht dabei nicht nur um mehr als 150 ganzjährige Arbeitsplätze und noch einmal so viele saisonale, die uns ein zentrales Anliegen sind, sondern auch um die Versorgungssicherheit mit österreichischen Produkten – und nicht eine weitere Abhängigkeit von Importen.“ Die SPÖ NÖ wolle nun den Druck auf die ÖVP NÖ erhöhen, um zu einer guten Lösung für die Zuckerproduktion und deren ArbeitnehmerInnen zu kommen.

Für die Dritte Landtagspräsidentin und SPÖ-Bezirksvorsitzende in Gänserndorf ist es wichtig, dass der Standort erhalten bleibt: „Es geht um weit mehr als 150 Arbeitsplätze. Für uns ist es wichtig, den letzten großen Arbeitgeber, den letzten Industriebetrieb, in der Region zu erhalten und zu unterstützen. Das muss uns im Sinne einer regionalen Arbeitsmarktpolitik gelingen, dafür setzen wir uns ein.“

Für Clemens Nagel, den Bürgermeister in Leopoldsdorf ist es aus mehreren Gründen wichtig, den Standort der Zuckerfabrik zu erhalten:
„Bei einer Schließung würden hunderte Familien in meiner Gemeinde ihr Einkommen verlieren und der Gemeinde selbst fast 300.000 Euro jährlich an Kommunalsteuern verloren gehen.“ Er könne nicht verstehen, dass nicht genug unternommen werde, um die Anbauflächen groß genug zu halten, damit der Standort auch in Zukunft gesichert ist. Es habe auch genügend Vorschläge gegeben, wie die momentane Krise – auch ausgelöst durch den Rübenrüsselkäfer, der die Ernten beeinträchtigt – „durchzutauchen“ sei. Er gibt zu bedenken, dass nach einer Schließung der Fabrik natürlich der Zucker, der in den Regalen der österreichischen Supermärkte angeboten wird, auch weiterhin aus Österreich kommt, aber „der Zucker, der in den Lebensmitteln verarbeitet wird, den wir nicht sehen, der kommt sicher nicht mehr aus Österreich!“

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