- 14.08.2020, 12:37:13
- /
- OTS0074
Schnabl/Renner/Nagel: Standort der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf muss erhalten bleiben
SPÖ NÖ kritisiert Untätigkeit der ÖVP in Niederösterreich
Utl.: SPÖ NÖ kritisiert Untätigkeit der ÖVP in Niederösterreich =
St. Pölten/Leopoldsdorf (OTS) - „Die gute Nachricht ist, die
Zuckerkampagne an den Standorten der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im
Marchfeld und Tulln scheinen für dieses Jahr gesichert zu sein. Die
schlechte Nachricht: Die Fortführung der Produktion ab 2021 in
Leopoldsdorf scheint allerdings mehr fraglich. Hinter den Kulissen
mehren sich die Gerüchte nach einer Schließung dieser Fabrik nach der
Kampagne 2020“, erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender, LHStv. Franz
Schnabl.
Es ärgert den Landespolitiker, dass die ÖVP NÖ hier völlig untätig
geblieben sei, obwohl die SozialdemokratInnen ein Paket zur Rettung
des Standortes Leopoldsdorf im Marchfeld entwickelt haben – etwa mit
dem Angebot von Kurzarbeit und Förderungen für den Rübenanbau. „Seit
Monaten bemühen sich Bürgermeister Clemens Nagel, LT-Präsidentin
Karin Renner, Nationalrätin Katharina Kucharowits und ich gemeinsam
auf verschiedenen Ebenen um den Erhalt der Zuckerproduktion am
Standort Leopoldsdorf im Marchfeld. Es geht dabei nicht nur um mehr
als 150 ganzjährige Arbeitsplätze und noch einmal so viele saisonale,
die uns ein zentrales Anliegen sind, sondern auch um die
Versorgungssicherheit mit österreichischen Produkten – und nicht eine
weitere Abhängigkeit von Importen.“ Die SPÖ NÖ wolle nun den Druck
auf die ÖVP NÖ erhöhen, um zu einer guten Lösung für die
Zuckerproduktion und deren ArbeitnehmerInnen zu kommen.
Für die Dritte Landtagspräsidentin und SPÖ-Bezirksvorsitzende in
Gänserndorf ist es wichtig, dass der Standort erhalten bleibt: „Es
geht um weit mehr als 150 Arbeitsplätze. Für uns ist es wichtig, den
letzten großen Arbeitgeber, den letzten Industriebetrieb, in der
Region zu erhalten und zu unterstützen. Das muss uns im Sinne einer
regionalen Arbeitsmarktpolitik gelingen, dafür setzen wir uns ein.“
Für Clemens Nagel, den Bürgermeister in Leopoldsdorf ist es aus
mehreren Gründen wichtig, den Standort der Zuckerfabrik zu erhalten:
„Bei einer Schließung würden hunderte Familien in meiner Gemeinde ihr
Einkommen verlieren und der Gemeinde selbst fast 300.000 Euro
jährlich an Kommunalsteuern verloren gehen.“ Er könne nicht
verstehen, dass nicht genug unternommen werde, um die Anbauflächen
groß genug zu halten, damit der Standort auch in Zukunft gesichert
ist. Es habe auch genügend Vorschläge gegeben, wie die momentane
Krise – auch ausgelöst durch den Rübenrüsselkäfer, der die Ernten
beeinträchtigt – „durchzutauchen“ sei. Er gibt zu bedenken, dass nach
einer Schließung der Fabrik natürlich der Zucker, der in den Regalen
der österreichischen Supermärkte angeboten wird, auch weiterhin aus
Österreich kommt, aber „der Zucker, der in den Lebensmitteln
verarbeitet wird, den wir nicht sehen, der kommt sicher nicht mehr
aus Österreich!“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SLN






