- 12.08.2020, 08:16:35
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ÖAMTC: 29 Prozent der 2019 getöteten Pkw-Insassen waren nicht angeschnallt
"Immer mit Gurt": Aufprall ohne Schutz kann schon ab 30 km/h massive Verletzungen verursachen – FIA-Kampagne mit Alonso schafft Bewusstsein
Utl.: "Immer mit Gurt": Aufprall ohne Schutz kann schon ab 30 km/h
massive Verletzungen verursachen – FIA-Kampagne mit Alonso
schafft Bewusstsein =
Wien (OTS) - Die Unfallstatistik 2019 zeichnet beim Thema
Sicherheitsgurt wieder ein trauriges Bild: 57 der 200 auf Österreichs
Straßen tödlich verunglückten Pkw-Insassen verwendeten keinen Gurt.
"Wer ein Auto unangeschnallt lenkt oder als Mitfahrer auf der
Rückbank ohne Gurt mitfährt, setzt sich einem signifikant höheren
Risiko aus, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen", mahnt
ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. In Summe waren von 2.150
schwerverletzten Pkw-Insassen knapp zehn Prozent nicht angeschnallt,
bei den Leichtverletzten waren es drei Prozent. "Man sieht deutlich,
dass mit steigender Verletzungsschwere der Anteil derjenigen ohne
Gurt deutlich steigt. Dieses fehlende Sicherheitsbewusstsein ist sehr
bedenklich, zumal die freiwerdenden Kräfte schon bei einem Crash mit
30 km/h so hoch sind, dass man sein eigenes Körpergewicht mit Armen
und Beinen nicht mehr abstützen kann", appelliert der Experte an alle
Fahrzeuginsassen, auch auf Kurzstrecken den Gurt anzulegen. "Der
Aufprall ohne Gurt entspricht in etwa einem Sturz aus vier Metern
Höhe im freien Fall und kann im schlimmsten Fall tödlich sein." In
mehreren Crashtests konnte der Mobilitätsclub nachweisen, dass die
modernste Sicherheitsausstattung im Fahrzeug erst im Zusammenspiel
mit dem angelegten Gurt und einer korrekten Sitzposition
bestmöglichen Schutz bietet.
Gefahr von nicht angeschnallten Mitfahrern wird vielfach
unterschätzt
In den letzten Jahren trugen 32 Prozent der tödlich verunglückte
Pkw-Lenker keinen Gurt – bei den Mitfahrenden waren es nur 20
Prozent. Aber: Als Mitfahrer auf der Rückbank gefährdet man nicht nur
sich selbst, wenn man keinen Gurt anlegt. Bei einem Unfall würde man
ohne Gurt ungebremst gegen den Vordersitz prallen und den vorne
sitzenden Passagieren massive Verletzungen zufügen. "Jedem, der vorne
sitzt, muss klar sein, dass das eine tödliche Gefahr darstellt. Und
selbst wenn man einen derartigen Unfall überlebt – eine langwierige
oder gar dauerhafte Schädigung wäre für beide Insassen eine sehr
wahrscheinliche Folge", so Nosé. Um dies zu veranschaulichen: Bei
einem Crash mit 50 km/h würde eine 55 kg schwere Person mit einem
Gewicht von 2,75 Tonnen gegen den Vordersitz prallen. "Es sollte
daher im Interesse des Lenkers liegen, nicht nur sich, sondern auch
seine Mitfahrer bestmöglich zu schützen, indem er sie auf die
Gurtpflicht aufmerksam macht", sagt der ÖAMTC-Experte.
FIA-Kampagne #3500LIVES – "Immer mit Gurt", mahnt Fernando
Alonso
Seit 2017 unterstützt der Mobilitätsclub die FIA-Kampagne #3500LIVES,
die Bewusstsein dafür schafft, dass weltweit täglich bis zu 3.500
Menschen im Straßenverkehr sterben. Auf Initiative des Dachverbandes
der weltweiten Mobilitätsclubs riefen die Vereinten Nationen 2011 die
"Decade of Action for Road Safety" aus, deren Kern ein Aktionsplan
darstellt, der das Ziel verfolgt, die weltweiten Verkehrstoten bis
2030 um die Hälfte zu reduzieren. "Zusammenfassend lässt sich
festhalten, dass in Österreich ein Rückgang bei den Verkehrstoten
durch gezielte Verkehrssicherheitsarbeit und konkrete Maßnahmen im
Zuge des aktuellen Verkehrssicherheitsprogrammes erreicht werden
konnte. Durch die verminderte Mobilität in Corona-Zeiten zeichnet
sich in diesem Jahr ein stärkerer Rückgang der Unfälle und damit auch
der Verkehrstoten ab, als zu erwarten war", erklärt Nosé. Dieser
Rückgang muss jedoch aufgrund der speziellen Gegebenheiten mit
Vorsicht betrachtet werden.
Das #3500LIVES-Sujet "Immer mit Gurt" zeigt Fernando Alonso als
Botschafter der Kampagne. Der Motorsportler nutzt seine
Vorbildfunktion, um Menschen für die Thematik zu sensibilisieren. Der
ÖAMTC trägt die Verkehrssicherheitsinitiativen der FIA auf nationaler
Ebene mit. In Kooperation mit MEGABAORD wird das Sujet in den
kommenden Wochen in Österreich zu sehen sein – für eine erhöhte
Sichtbarkeit auch entlang der Autobahnen.
Weitere Informationen findet man online unter www.oeamtc.at/3500.
Aviso an die Redaktionen: Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
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