- 10.08.2020, 13:55:17
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Bundespräsident Van der Bellen lud alpine Vereine zu Wanderung in Mürzsteger Alpen
Wandern in Corona-Zeiten, Wegefreiheit, Instandhaltung der Wanderwege in Zeiten der Klimakrise als Themen
Utl.: Wandern in Corona-Zeiten, Wegefreiheit, Instandhaltung der
Wanderwege in Zeiten der Klimakrise als Themen =
Wien (OTS) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Doris
Schmidauer luden Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes alpiner
Vereine Österreichs (VAVÖ) zu einer gemeinsamen Wanderung in die
steirische Hinteralm inmitten der Mürzsteger Alpen. Zentrale
Gesprächsthemen waren u.a. die Bedeutung des Wanderns in naturnaher
Berglandschaft, der Wert der Wegefreiheit sowie die Bergsportausübung
und Hüttenbewirtschaftung in Zeiten von Corona. Auch über die
Herausforderungen der Instandhaltung alpiner Infrastruktur in
Zusammenhang mit der Klimakrise besonders der Wanderwege wurde
gesprochen.
„Die Möglichkeit in der wunderbaren Natur Österreichs wandern zu
können, ist etwas ganz Wichtiges. Als Schirmherr der alpinen Vereine
war es mir ein großes Anliegen, gerade auch in der derzeit
schwierigen Situation mich mit den alpinen Vereinen auszutauschen und
mich über deren aktuelle Herausforderungen zu informieren. Und wo
geht das besser als bei einer gemeinsamen Wanderung“, so der
Bundespräsident.
Die alpinen Vereine berichteten dem Bundespräsidenten, dass heuer die
Hütten im ganzen Land sehr gut besucht seien. Man habe sich intensiv
auf die Wander- und Hüttensaison inmitten von Corona vorbereitet und
sei nun gut aufgestellt. Mittels gemeinsamer Informationskampagnen
hätten die Vereine erfolgreich ihre Empfehlungen für die
Bergsportausübung sowie für Hüttenaufenthalte in Zeiten von Corona an
Freizeitsportler kommuniziert.
Wegefreit als Allgemeingut
Als zentrales Anliegen sprachen die alpinen Vereine bei der Wanderung
die Bedeutung der Wegefreiheit an. Dazu Gerald
Dunkel-Schwarzenberger, VAVÖ-Präsident und Vizepräsident des
Österreichischen Alpenvereins: „Die Wegefreiheit ist ein
unantastbares Allgemeingut. Durch aktuelle Wegsperren in Österreich
ist dieses jedoch in Gefahr. Die alpinen Vereine werden für dieses
Gut vehement einstehen, allen voran der Alpenverein und die
Naturfreunde mit knapp 599.000 beziehungsweise 160.000 Mitgliedern.“
Alle Menschen so der VAVÖ hätten das Recht auf Naturgenuss in den
Bergen. „Die Bedeutung des Wanderns in naturnaher Berglandschaft ist
enorm wichtig, Wandern wirkt sich positiv auf die psychische und
physische Gesundheit aus und steigert die Lebensqualität“, so
Dunkel-Schwarzenberger.
Herausforderungen der alpinen Vereine
Gesprochen wurde auch über die jüngsten Vorkommnisse zwischen
Almbesuchern und Weidetieren. Laut VAVÖ-Präsident waren einige
schwerwiegende Unfälle in den letzten Jahren Resultat von Begegnungen
zwischen Mutterkühen und Wanderern. Schwarzenberger regte deshalb
beim letzten Almgipfel in Wien an, heimische Almflächen mit
Mutterkuh-Herden für Wanderer, insbesondere mit Hund, zu
veröffentlichen.
Naturliebhabern in den Bergen brauchen eine gut funktionierende
alpine Infrastruktur. Diese werde von ehrenamtlichen Wegewarten in
den Vereinen sichergestellt. Günter Abraham, VAVÖ-Vizepräsident,
betont, dass „die ehrenamtliche Tätigkeit der alpinen Vereine durch
die Klimakrise vor noch größere Herausforderungen gestellt wird und
nur unter größten Bemühungen gestemmt werden kann.“ Zahlreiche Wege
hätten demnach auf Grund des auftauenden Permafrostes bereits verlegt
oder aufgelassen werden müssen. Die Wegewarte haben mit größeren
Steinschlagaktivitäten zu tun.
Die Umfrage zum Vertrauensindex, wo Alpenverein und Naturfreunde die
ersten beiden Plätze einnehmen, freute auch den Schirmherren der
alpinen Vereine, Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
„Es war ein sehr guter Gedankenaustausch bei einer wunderschönen
gemeinsamen Wanderung. Ich danke den alpinen Vereinen sehr, auch in
Zeiten von Corona das Wandern in den Bergen und das Übernachten auf
Hütten so sicher wie möglich zu machen. Herzlichen Dank auch für die
Erhaltung der Wanderinfrastruktur, die letztlich allen Menschen, die
das Wandern lieben, zugutekommt“, betonte der Bundespräsident. Und
der VAVÖ dankte dem Bundespräsidenten stellvertretend für die
zuständigen Ministerien für die staatlichen Förderungen und den guten
Austausch.
Die aussichtsreiche Höhenwanderung führte von Waxenegg (1509m) zur
Hinteralm, wo in der Ochsenhalterhütte (1450 m) mit einer kleinen
Mittagsjause die Wanderung ausklang.
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