Medikamente vor Hitze und Sonne schützen

Wie sollen Medikamente im Sommer gelagert werden? Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps

Wien (OTS) - Generell gilt: Arzneimittel sind kühl, trocken und lichtgeschützt aufzubewahren. Dies ist aber gerade an heißen Sommertagen oder im Urlaub oft schwierig. Auch wenn die meisten Arzneimittel kurzfristige Temperaturschwankungen vertragen, sollte man gerade bei Hitzeperioden und längeren Reisen auf die richtige Aufbewahrung und den Schutz von Medikamenten achten. Sonnenlicht, Hitze, extreme Kälte und Feuchtigkeit können Arzneistoffe zerstören oder zumindest deren Wirkung negativ beeinflussen.

„Bei der Lagerung persönlicher Arzneimittel sollen stets die Aufbewahrungshinweise auf Arzneimittelpackung und Beipackzettel beachtet werden. Medikamente sind unbedingt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen und bei ca. 18 bis 25 Grad Celsius aufzubewahren,“ erklärt Mag. pharm. Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Eine Lagerung von Arzneimitteln im Kühlschrank ist nur dann empfehlenswert, wenn dies ausdrücklich angegeben ist. Ratsam ist darüber hinaus, Medikamente in der Originalverpackung zu belassen. „Wer sich unsicher ist, holt am besten den fachkundigen Rat in der Apotheke ums Eck ein“, so Wurstbauer.

Medikamente auf Reisen

Natürlich ist auch die Reiseapotheke stets kühl, trocken und lichtgeschützt zu transportieren. „Wichtig ist: Arzneimittel nicht im Auto aufbewahren! In der prallen Sonne erreichen parkende Autos innerhalb kürzester Zeit extrem hohe Temperaturen im Innenraum. Dosieraerosole, Zäpfchen oder Arzneipflaster können dadurch unbrauchbar oder unwirksam werden“, warnt der Apotheker. Auf längeren Reisen oder beim Campingurlaub eignen sich daher Kühltaschen (ohne Kühlelemente), um Medikamente vor großer Hitze zu schützen. Arzneimittel wie Insulin, die zuhause im Kühlschrank gelagert werden, sollten unterwegs in einer Kühlbox mit Kühlakkus transportiert und aufbewahrt werden.

Bei Flugreisen gehören Medikamente ins Handgepäck, damit sie immer griffbereit sind. Hier ist auf die Bestimmungen bezüglich Flüssigkeiten etc. zu achten. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, hilft ein Zertifikat des behandelnden Arztes, das die Erkrankung und die benötigte Medikation bescheinigt.

UV-Licht schadet am meisten

Die empfindlichen Substanzen werden aber meist nicht durch Hitze zerstört, sondern durch das Sonnenlicht. Am Urlaubsort angekommen, empfiehlt Wurstbauer daher, die Arzneimittel in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank zu deponieren. Auf keinem Fall dürfen Medikamente direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

„Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfalle vertrauensvoll an Ihre Apothekerin bzw. Ihren Apotheker. Die Beratung gehört zu unseren Kernkompetenzen“, so Wurstbauer abschließend.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine zentrale Leistung der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer
Kommunikation
Tel: 01 / 404 14 - 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO0001