Schächtfest Kurban Bayrami beginnt wieder

Betäubungsloses Schächten gehört AUSNAHMSLOS verboten!

Laaben (OTS) - Heute, am 30.7.2020 beginnt wieder das jährliche Islamische Opferfest (auch "Kurban Bayrami") und dauert bis zum 3. August. Dessen Höhepunkt es ist, Tiere zu opfern, also extrem grausam, nämlich ohne Betäubung, zu schächten. Keine Religionsschrift - auch nicht der Koran - fordert jedoch die Betäubungslosigkeit der Tiere. Schächten mit Betäubung würde also durchaus freier Religionsausübung entsprechen, dennoch wird es – aus „Tradition“ - so gut wie nirgends praktiziert!

Nicht nur von den Schächtbefürwortern, sondern auch von den Politikern Österreichs und Deutschlands wird dieses grausame Abmetzeln der Tiere ohne jegliche Qualminderung als „freie Religionsausübung“ dargestellt, die laut Verfassung garantiert ist. Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Dieser Passus – Religionsfreiheit laut Verfassung – wurde eigentlich zum Schutz vor Verfolgung wegen des Glaubens aufgenommen, inzwischen aber dient dies der Legitimation für grausamste vorsätzliche Tierquälerei! Außerdem hat Religionsausübung nichts mit Fleischverzehr zu tun, denn keine Religion zwingt die Gläubigen, Fleisch zu essen.“

Nach wie vor existiert also die Diskrepanz, daß sog. „Religionsfreiheit“ dem Tierschutz übergeordnet ist! Diese Tatsache erlaubt es Anhängern jüdischer oder moslemischer Glaubensgemeinschaften „im Namen Gottes“ bzw. archaischer „Traditionen“, Tiere bei vollem Bewußtsein aufzuschneiden und ausbluten zu lassen. Nach § 32 Abs 5,5 TSchG wäre zwar vorgeschrieben, „die Tiere unmittelbar nach Eröffnen der Blutgefäße wirksam zu betäuben“. Aber abgesehen davon, daß das einer – undenkbaren - menschlichen OP entspräche, bei der die Narkose erst nach dem Beginn des Einschnittes gesetzt würde, so ist diese Vorschrift völlig impraktikabel und wird es auch so gut wie nie angewandt, kontrolliert bzw. deren Nichtanwendung bestraft.

Dr. Plank weiter: „Hier haben sowohl Gesetzgeber als auch die kontrollierenden Behörden einen Kniefall vor völlig veralteten, anachronistischen religiösen Vorschriften vollzogen, welche in dieser Form aber weder im Koran noch in der Thora niedergeschrieben sind. ANIMAL SPIRIT kämpft seit vielen Jahren gegen diesen barbarischen Tiermißbrauch, denn Tierquälerei ist auch dann noch Tierquälerei, wenn sie "im Namen Gottes" geschieht“.

Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird mittlerweile von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten als absolut religionskonform angesehen – ebenso auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime in Österreich gar kein Grund, betäubungslos zu schächten.

Dr. Plank abschließend: „Aus all diesen Gründen fordern wir zum wiederholten Mal von der Politik, endlich ein absolutes Verbot des betäubungslosen Schlachtens - ohne jegliche Ausnahmen – gesetzlich zu verankern. Wir appellieren zudem an alle zuständigen Bezirks- und Veterinärbehörden, die seit 2013 in der Verfassung verankerte Staatszielbestimmung Tierschutz endlich wirksam umzusetzen! Die Behörden müssen angewiesen werden, besonders auf Verstöße gegen Gesetze (Schaftransport im Kofferraum, Schwarz-Schächtungen auf Bauernhöfen oder am Feld, etc.) zu achten und auch entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung explizit nachzugehen.“

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Dr. Franz-Joseph Plank, 0676-708 24 34
office@animal-spirit.at
www.animal-spirit.at

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