• 30.07.2020, 10:43:01
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75 Jahre nach den Atombombenabwürfen: „Das Inferno von Hiroshima – Als die Bombe fiel“ in „Universum History“

Am 31. Juli ab 22.35 Uhr in ORF 2, danach: ORF-Premiere von Angelina Jolies TV-Drama „Unbroken“

Utl.: Am 31. Juli ab 22.35 Uhr in ORF 2, danach: ORF-Premiere von
Angelina Jolies TV-Drama „Unbroken“ =

Wien (OTS) - Die amerikanischen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
am 6. bzw. 9. August 1945 waren das letzte Kapitel im Zweiten
Weltkrieg und der Beginn des atomaren Zeitalters. „Universum History“
dokumentiert in Lucy van Beeks Film „Das Inferno von Hiroshima – Als
die Bombe fiel“ (deutsche Bearbeitung: Judith Brandner) anhand
berührender Schilderungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen am
Freitag, dem 31. Juli 2020, um 22.35 Uhr in ORF 2 die dramatischen
Ereignisse vor, während und nach den Atombombenabwürfen vor 75
Jahren. Rund 200.000 Menschen – hauptsächlich Zivilistinnen und
Zivilisten – kamen in den beiden japanischen Städten auf grauenvolle
Art ums Leben, die genaue Opferzahl bleibt im Dunkeln. Um 23.20 folgt
die ORF-Premiere von Angelina Jolies TV-Drama „Unbroken“, in der sie
die dramatische Weltkriegsüberlebensgeschichte ihres langjährigen
Nachbarn, des Sport-Idols Louis Zamperini, verfilmt, der als
Bomberschütze nach dem Absturz seiner Maschine und wochenlanger
Odyssee im Rettungsboot in japanische Kriegsgefangenschaft geriet.

Am frühen Morgen des 6. August 1945 bricht der amerikanische B-29
Bomber „Enola Gay“ vom US-Stützpunkt Tinian zu einer grauenvollen
Mission auf: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sollte
eine Atombombe zum Einsatz kommen. Um 8.15 Uhr klinkt der Pilot über
der japanischen Stadt Hiroshima die Bombe aus. „Little Boy“ enthält
Uran 235 und verfügt über eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT. Die
Bombe fällt exakt 44,4 Sekunden lang, dann löst der Zünder die
Explosion aus. Darauf folgen gleißendes Licht und ein riesiger
Feuerball mit enormer Hitzeausstrahlung. Nahe dem Hypozentrum, der
Explosionsstelle der Bombe im Zentrum von Hiroshima, geht alles in
Flammen auf. Temperaturen von mehr als 6.000 Grad Celsius entstehen.
Die Stadt wird völlig zerstört. Menschen verbrennen bei lebendigem
Leib. Glas schmilzt. Schatten von Menschen und Gegenständen brennen
sich in Hausmauern ein. Die Haut hängt den Menschen in Fetzen
herunter. Auf der Suche nach Wasser stürzen sich viele in den Fluss
oder ins Meer. Schätzungsweise 100.000 Menschen sterben sofort.
Einzelne Ärztinnen und Ärzte leisten notdürftig medizinische Hilfe.
Hiroshima ist die Hölle auf Erden.
Rares historisches Bildmaterial aus dem völlig zerstörten Hiroshima
zeigt die verheerenden Auswirkungen: Überlebende, die in Slums
vegetieren, Waisenkinder, die durch die Trümmer der zerstörten Städte
irren und von den Yakuza, der japanischen Mafia, zu Arbeiten
gezwungen oder an Bordelle verkauft werden.

Seit 1941 hatten die USA im sogenannten „Manhattan Project“ intensiv
an der Entwicklung der Atombombe gearbeitet. Die neue Waffe sollte
eigentlich gegen Nazi–Deutschland eingesetzt werden. Der Krieg in
Europa endete, ehe das Manhattan Project abgeschlossen war. An der
Pazifikfront ging der Krieg weiter. Mitte Juli führten die USA den
ersten Atombombentest in der Wüste von New Mexico durch. Nach der
Weigerung Japans, bedingungslos zu kapitulieren, traf US-Präsident
Harry Truman persönlich die Entscheidung zum Einsatz der Atombombe.
Im Film kommen Überlebende zu Wort, die immer noch an den Spätfolgen
der Radioaktivität leiden. Für viele Überlebende sind auch 75 Jahre
danach die Erinnerungen kaum auszuhalten. Heute ist das
Durchschnittsalter der Atombombenopfer über 82 Jahre. Die Jüngsten,
deren Mütter beim Abwurf schwanger waren, sind 75 Jahre alt.
Hiroshima und Nagasaki wurden weltweit zum Symbol für den Schrecken
eines möglichen Atomkrieges und für die Möglichkeit der totalen
Vernichtung der Menschheit.

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